27.02.2012 09:45

Syrien: Rotes Kreuz konnte erstmals Verletzte versorgen

Nachdem am vergangenen Freitag erstmals Verwundete, Frauen und Kinder aus Homs evakuiert werden konnten, laufen die Verhandlungen über weitere Rotkreuz-Einsätze weiter.

Nach dem erfolgreichen Hilfseinsatz in Homs am vergangenen Freitag, bei dem das Internationale Komitee vom Roten Kreuz gemeinsam mit Syrisch-Arabischen Roten Halbmond sieben Verletzte aus Homs evakuieren konnte, laufen die Verhandlungen weiter. 

 

Das IKRK führt Gespräche mit der syrischen Regierung und Oppositionsgruppen über eine erneute Evakuierungsaktion. 

 

Vergangenen Freitag hatte das Rote Kreuz erstmals Zugang zu der umkämpften Stadt Homs erhalten. Ein Hilfskonvoi brachte Lebensmittel und medizinische Güter in die Stadt und konnte auch 20 Frauen und kranke Kinder aus dem Stadtteil Baba Amr in Sicherheit bringen.

 

IKRK-Sprecher Hicham Hassan sagte, die Lage in Homs werde immer schlimmer und es werde mehr Hilfe für die Verletzten benötigt. 

 

Der Konvoi von Ambulanzfahrzeugen des Syrischen Roten Halbmonds und des Roten Kreuzes sei Freitagnachmittag in den Stadtteil Baba Amro gefahren und habe die Menschen mitgenommen. Zu diesem Zeitpunkt habe jedoch keine Kampfpause geherrscht. 


Die Evakuierung sei ein erster Schritt gewesen. "Wir wollen alle verletzten Personen in Sicherheit bringen", sagte Hassan. Die beiden verletzten ausländischen Journalisten seien nicht dabei gewesen, sagte er. Die französische Journalistin Edith Bouvier und der britische Fotograf Paul Conroy hatten Verletzungen am Bein erlitten. 


Seit rund einer Woche fordert das IKRK alle an den Kämpfen beteiligten Gruppen dazu auf, Feuerpausen zur Versorgung der Verletzten und Notleidenden zu ermöglichen. 


Unter den Menschen, die in Homs dringende Hilfe brauchen, sind laut Angaben des Roten Kreuzes auch verwundete Journalisten.