Rotkreuz-Netzwerk hilft nach Flut in Russland
Erste Lageberichte von den Überflutungen im südlichen Russland ergeben ein Bild weiträumiger Zerstörung. In der Region Krasnodar gelten mindestens 22.000 Personen als schwerst betroffen.
Diese Menschen haben laut ersten Rotkreuz-Lageerhebungen all ihren Besitz verloren. In den am schlimmsten von den Fluten betroffenen Gemeinden Gelendzhik, Divnomorskoye, Krymsk, Nizhnebakanskaya, Neberdzhaevskaya, Kabardinka and Novorossiysk sind 5.185 Häuser überflutet und 400 Häuser zerstört worden.
Nach Angaben der Behörden sind 171 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen in und rund um die Stadt Krymsk. In der 57.000-Einwohner-Stadt erreichte der Wasserstand bis zu sieben Meter. Viele Menschen wurden im Schlaf überrascht.
Die Such- und Rettungsmannschaften konnten 872 Personen retten, 2.854 Menschen wurden aus dem Gebiet evakuiert. Notunterkünfte für 1.000 Personen wurden aufgebaut.
Das Russische Rote Kreuz unterstützt die Hilfsmaßnahmen der Behörden und hilft auch direkt durch die Einsatzkräfte vor Ort.
Mit Unterstützung der internationalen Rotkreuz-Bewegung werden etwa 1.000 Familien mit Soforthilfe versorgt. Das Russische Rote Kreuz verteilt an besonders bedürftige Gruppen wie Familien deren Häuser beschädigt wurden und die in Notunterkünften untergebracht sind, Familien mit Alleinerziehern, Menschen mit Behinderungen und alleine lebende ältere Menschen.
Sie erhalten Decken, Küchensets, Wasserkanister, Kerzen und Planen.
Des Weiteren sind folgende Aktivitäten in Planung und teilw. Umsetzung:
Vorbereitung der Rückkehr Betroffener in ihre Häuser (Durchführung weiterer Schadenserhebungen, Ankauf von Trockengeräten und Reinigungssets für Häuser, etc.), psychosoziale Unterstützungsmaßnahmen, Wasser- und Hygieneerziehungsmaßnahmen sowie begleitende Kampagnen.
Die Region Krasnodar wurde bereits vor zwei Jahren - im Oktober 2010 - von schweren Überschwemmungen heimgesucht.



