Markus Schirmer: "Die Herzen der Menschen erfreuen"

Markus Schirmer
Markus Schirmer Foto: BIG SHOT/Christian Jungwirth

Der renommierte Pianist Markus Schirmer musiziert gemeinsam mit Rusanda Panfili, Sophie Abraham und Thomas Selditz für das Rote Kreuz.

 

Sie betätigen sich mit dem Weltmusik-Projekt Scurdia sehr erfolgreich als „musikalischer Brückenbauer“. Sehen Sie Parallelen zur Arbeit des Roten Kreuzes, das auf der ganzen Welt in der Idee Bedürftigen zu helfen vereint ist?

 

Markus Schirmer: Auf jeden Fall. Die MusikerInnen von SCURDIA kommen aus der ganzen Welt, von unterschiedlichsten kulturellen Backgrounds und Musikstilen her – trotzdem spricht man EINE Sprache: die der Musik – und diese wurde noch überall verstanden. Das Rote Kreuz verfolgt weltweit dasselbe Ziel: EINE Sprache zu sprechen, wenn es darum geht, Menschen in einer Notsituation rasch und so gut es möglich ist zu helfen.


Gibt es Ähnlichkeiten zwischen musizieren und helfen?

 

Markus Schirmer: Gerade im Hinblick auf ein Benefizkonzert ist diese Frage natürlich mit JA zu beantworten. Wie können wir Musiker anders helfen als mit dem, was wir können und tagtäglich tun – Musik zu machen. Wenn wir im Konzertsaal die Herzen der Menschen erfreuen, ist das wunderschön. Wenn wir im selben Atemzug auch noch Gutes bewirken können, ist das wohl das Optimum.

 

Sie sind ein international gefragter, viel engagierter Musiker, Ihr Terminkalender ist gut gefüllt. Warum stellen Sie sich für dieses Benefizkonzert zur Verfügung? Warum ist das ein Anliegen?

 

Markus Schirmer: Ich weiß, welche großen Aufgaben das ROTE KREUZ mit enormem Einsatz täglich bewältigen muss, ich denke, dass das ROTE KREUZ dermaßen viel für Menschen tut, dass man als Mensch und Künstler gerne auch einmal etwas „zurückgeben“ möchte, auch wenn man der akuten Hilfe des ROTEN KREUZES auch vielleicht nicht gerade selbst bedarf.

 

Noch ein Wort zum Konzertprogramm, auf dem an diesem Abend W. A. Mozart steht. Was ist das Besondere an diesem Quartett in g-moll?

 

Markus Schirmer: Ein unfassbar schönes und inniges Stück Musik, dass ganz besonders große Freude macht, wenn man es mit so wunderbaren Partnern musizieren darf.

Markus Schirmer, Klavier

Markus Schirmer
Markus Schirmer. Foto: Christian Jungwirth/BigShot, Graz, Austria

„Markus Schirmer ist so gewandt, humorvoll und einfallsreich, dass jeder Flügel ihn vom Fleck weg heiratet, wenn er nicht aufpasst...“ Basler Zeitung

Geballte Energie, höchste Ausdruckskraft sowie die faszinierende Symbiose aus Emotion und Intellekt kennzeichnen das Spiel von Österreichs Ausnahmepianisten Markus Schirmer.


Wo immer auf dieser Welt er in die Tasten greift, ist sein Publikum fasziniert von seiner unverfälschten Musikalität, seinem unvergleichlichen Charisma und der Fähigkeit, lebendige Geschichten auf dem Instrument zu erzählen (…und dies ist oft ein herrlicher Konzertflügel aus der oberitalienischen Klaviermanufaktur von Paolo Fazioli)


Schon in früher Jugend eroberte er die wichtigsten Konzertsäle der Welt im Sturm, arbeitete mit den berühmtesten Orchestern unter bedeutenden Dirigenten: Wiener Philharmoniker, Royal Philharmonic Orchestra London oder Tokyo Symphony Orchestra, Valery Gergiev, Lord Yehudi Menuhin, Vladimir Fedoseyev, Sir Neville Marriner oder Fabio Luisi.


Ebenso zahlreich häufen sich die Preise, die ihm zuteil wurden, wie z.B. der „Karl-Böhm-Interpretationspreis“, der „Music Manual Award“ oder der „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“.


Doch in seinem Herzen gibt bisweilen auch Musik jenseits der Klassik den Takt an. Seine Liebe zum Ausgefallenen, sowie die Waghalsigkeit und Lust, Neuland zu betreten, entführen ihn immer weiter ins musikalische Universum:
Das Weltmusikprojekt SCURDIA beispielsweise vereint außergewöhnliche Musiker aller Herren Länder, um Kulturen ineinander fließen zu lassen, künstlerische Energien freizusetzen und in Improvisation zu beweisen, dass jenseits aller Verschiedenheiten diese Welt eins ist – und Musik der Schlüssel dazu.

Begleitet wird Markus Schirmer von: Rusanda Panfili, Violine, Sophie Abraham, Violoncello und Thomas Selditz, Viola.

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