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Philipp von Lattorff

Warum unterstützen Sie mit Ihrem Unternehmen das Rote Kreuz bei dieser Veranstaltung? Diese Frage haben wir im Vorfeld des Benefizabends den wichtigsten Unterstützern der Veranstaltung gestellt.

 

Philipp von Lattorff, Generaldirektor von Boehringer Ingelheim, über das Engagement seines Unternehmens für das Rote Kreuz.

 

Wie definieren Sie gesellschaftliche Verantwortung?

Philipp von Lattorff: Grundsätzlich unterscheide ich hier zwei verschiedene Aspekte von Verantwortung: Einerseits verantwortliches Handeln im Rahmen der Geschäftstätigkeit, die u.a. den Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und der Umwelt umfasst.

Andererseits das über die Geschäftstätigkeit hinausgehende Engagement eines Unternehmen zur nachhaltigen Lösung sozialer Probleme. Boehringer Ingelheim fühlt sich seit 130 Jahren ethischen Prinzipien verpflichtet. Unsere Aktivitäten basieren auf den Grundwerten Respekt, Vertrauen, Empathie und Leidenschaft. Diese Werte gelten für alle unsere Aktivitäten und die Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb des Unternehmens.


Boehringer Ingelheim engagiert sich besonders für die Rotkreuz-Katastrophenhilfe - neben dem Benefiz-Abend zum Beispiel auch beim Hochwasser in Österreich und Südosteuropa. Was ist Ihre Motivation?

 

Philipp von Lattorff: Unser Motto für CSR-Aktivitäten ist „Making more health/Mehr Gesundheit“. Das gilt nicht nur für die Versorgung der Menschen mit neuen Medikamenten, sondern umfasst auch Unterstützung in anderen Bereichen, wie z.B. der Katastrophenhilfe, aber auch viele andere Projekte. Das Boehringer Ingelheim RCV umfasst insgesamt 33 Länder in Mittel- und Osteuropa, Zentralasien sowie Israel, die Schweiz und Österreich, und wir fühlen uns daher den Menschen in dieser Region besonders verpflichtet.

Sie betreiben mit „Making More Health“ eine weltweite Initiative für Gesundheit und soziale Entwicklung. Gäbe es auch in Österreich Raum für Innovationen und Verbesserung in diesem Bereich?


Philipp von Lattorff: Unsere weltweite Vision ist es, neue Methoden zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung zu identifizieren. Wir verfolgen das Ziel, soziale Innovationen auf der ganzen Welt aufzuspüren, unkonventionelle Partnerschaften und Geschäftsmodelle zu erschließen und die Mitarbeiter von Boehringer Ingelheim hier auch einzubinden. Global unterstützen wir mit dieser Initiative, die 2010/11 in Kooperation mit Ashoka gestartet wurde, rund 65 Sozialunternehmer im Gesundheitsbereich, in unserer Region fünf Projekte (www.makingmorehealth.org).

Raum für Innovationen und Verbesserung gibt es überall, auch in Österreich. Seit Anfang 2012 unterstützen wir den Risikopädagogen Gerald Koller, der sich mit seinem risflecting®-Modell für einen bewussten Umgang mit Risiken im täglichen Leben einsetzt (www.risflecting.at) oder den deutschen Frauenarzt Dr. Frank Hoffmann und sein Modell „discovering hands®“. Im Rahmen dieses Konzepts werden blinde und sehbehinderte Frauen zur Medizinischen Tastuntersucherin (MTU) ausgebildet, womit sich ihnen ein völlig neues Feld eröffnet: Aus Behinderung wird die Voraussetzung für einen Beruf.

Was schätzen Sie an der Arbeit des Roten Kreuzes?

 

Philipp von Lattorff: Das Österreichische Rote Kreuz hat eine ausgezeichnete Reputation als größte Hilfsorganisation des Landes mit langjähriger Erfahrung. Das Rote Kreuz ist bestens organisiert, innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort und wir können darauf vertrauen, dass das gespendete Geld wirklich die Menschen in Not erreicht. Nachdem es bei Spenden für Katastrophen auch auf Schnelligkeit ankommt, freuen wir uns über die stets rasche und reibungslose Einrichtung der Spendenkonten!



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