07.08.2008

Kolumbien: IKRK bedauert unrechtmässige Verwendung des Rotkreuzemblems

Rotkreuz-Fahne

Genf (IKRK) – Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) brachte heute seine ernsthafte Besorgnis über das zum Ausdruck, was ein wissentlicher Missbrauch des Rotkreuzemblems während der Befreiungsaktion von 15 Geiseln am 2. Juli gewesen zu sein scheint. Diese Woche vom Kolumbianischen Fernsehen ausgestrahlte Videoaufnahmen zeigen, dass ein Mitglied des beteiligten militärischen Teams schon vor der Aktion selber eine Sicherheitsweste mit dem Rotkreuzemblem trug, was einen absichtlichen Missbrauch nahe legt.

„Falls sie bestätigt werden, würden diese Bilder klar eine unzulässige Verwendung des Rotkreuzemblems belegen, was wir bedauern“, sagte der Stellvertretende Direktor für Operationen, Dominik Stillhart. „Die Verwendung des Rotkreuzemblems ist so wie die der Embleme des roten Halbmonds und des roten Kristalls durch die Genfer Konventionen und ihre Zusatzprotokolle geregelt. Diese Embleme dürfen nicht durch Organe oder Personen verwendet werden, die dazu nicht durch das humanitäre Völkerrecht berechtigt sind. Wir sind im Kontakt mit den kolumbianischen Behörden, um zu klären, was tatsächlich vorgefallen ist“, sagte Stillhart.

Die uneingeschränkte Achtung des Rotkreuzemblems ist wesentlich, wenn das IKRK den Menschen Schutz und Hilfe bringen soll, die am schwersten von bewaffneten Konflikten oder anderen Gewaltsituationen betroffen sind. Als neutrale und unparteiische humanitäre Organisation hängt das IKRK vom Vertrauen aller Konfliktparteien ab, damit es seine humanitäre Arbeit leisten kann.
 
Website: www.icrc.org