23.04.2009

Wiener Töchtertag beim Roten Kreuz

60 Mädchen schauen beim 8. Wiener Töchtertag beim Roten Kreuz hinter die Kulissen. Wie schaut die Arbeit in der IT-Abteilung aus, sodass mehrere hundert Menschen an funktionierenden PCs arbeiten können?
Wie arbeitet die Abteilung, die im Falle einer Katastrophe binnen weniger Stunden in alle Teile der Welt Hilfe schickt? Wie sieht die Logistik aus, damit viele Tonnen Hilfslieferungen zu den betroffenen Menschen kommen?

 

"Ich freue mich sehr, dass so viele Mädchen zu uns gekommen sind. Bei uns erfahren sie, wie man gekonnt erste Hilfe leistet und wie die Arbeit einer Sanitäterin aussieht und können auch ein Rettungsauto selbst erkunden. In unserer IT-Abteilung sehen sie, wie das Innenleben eines Computers funktioniert und können selbst daran herumschrauben. Uns ist es wichtig, dass die Mädels Einblick in die einzelnen Bereiche bekommen und dass ihre Neugier geweckt wird", erzählt Birgit Lorenz, die den Töchtertag im Roten Kreuz organisiert. "Weiters zeigen wir ihnen, was mit einer Blutkonserve zwischen dem Spender und dem Empfänger passiert, dahinter steckt viel Arbeit im Labor, ein besonders interessanter Bereich ist hier die Forschung.“
Auch für den internationalen Einsatz bietet das Rote Kreuz zahlreiche Möglichkeiten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Zur Zeit sind 19 Delegierte auf der ganzen Welt im Einsatz.

 

Dina, Arig und Elham sind 12 Jahre alt und wollen Ärztinnen werden, weil sie Menschen helfen wollen. „Anderen zu helfen ist einfach ein gutes Gefühl, dann kann man stolz sein auf sich“, erzählt Dina.

 

Die 13jährige Lisa findet es auch schön, anderen zu helfen: „Das macht mir einfach Spaß, drum möchte ich, wenn ich alt genug bin, Sanitäterin werden.“ Ihre Freundin Isi ist 15 Jahre alt und sie findet die erste Hilfe besonders spannend und möchte auf alle Fälle bald einen Kurs machen. „Dann kann ich jederzeit helfen, wenn was passiert. Das ist ein tolles Gefühl“, meint Isi.

 

Martin und Robert erklären den Mädchen wie die IT-Abteilung im Roten Kreuz funktioniert. „Wir kümmern uns darum, dass alle Computer und Telefone funktionieren. An einer Telefonkonferenz können beispielsweise bis zu 16 Personen teilnehmen. Wenn mehrere Menschen aus verschiedenen Ländern konferieren, ist das besonders praktisch“, weiß Martin. Die Burschen sind der Meinung, dass der IT-Bereich nicht nur was für Männer ist, weil er sehr breit gefächert ist, denn auch im Bereich Grafik und Multimedia ist IT-Wissen hilfreich.

 

Sandra findet die IT besonders spannend: „Ein PC kann so wahnsinnig viel und mich interessiert, was da alles dahintersteckt. Ich kann mir gut vorstellen, eine Ausbildung in diese Richtung zu machen.“

 

Mit dem Wiener Töchtertag will man Impulse für Chancengleichheit in der Arbeitswelt setzen. Der Kontakt zu Berufen in den Bereichen Technik, Naturwissenschaft und Handwerk soll hergestellt werden.

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