11.05.2009

Rotes Kreuz vergibt zum 15. Mal den Heinrich-Treichl-Preis

Die Auszeichnung geht an die Schriftstellerin Anna Kim und den Demografie-Forscher Rainer Münz

Wien (Rotes Kreuz) – Am 12. Mai vergibt das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) zum 15. Mal den Heinrich-Treichl-Preis. „Mit diesem Preis drücken wir unsere Anerkennung vor Menschen aus, die sich humanitär engagieren“, sagt Fredy Mayer, Präsident des ÖRK.

 

Der Demografie-Forscher Rainer Münz ist einer der beiden Preisträger. „Österreich und Europa stehen vor Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur, die auch unsere Vorstellungen von Solidarität und Verteilungsgerechtigkeit nachhaltig beeinflussen werden“, so Münz. „Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen spielen die Leistungen des Roten Kreuzes und anderer auf freiwilligem Engagement beruhender Organisationen eine zentrale Rolle.“ Um die Funktionsfähigkeit unseres Sozialsystems in Zukunft sicherzustellen, müssen jetzt entsprechende Weichenstellungen vorgenommen werden. „Die Expertise von Rainer Münz hilft uns, zu entscheiden, an welchen Schrauben gedreht werden muss“, betont Fredy Mayer.

 

Auf gänzlich anderem Gebiet hat Anna Kim ihre humanitäre Einstellung bewiesen: in der Kunst. „In ihrem Roman ‚Die gefrorene Zeit’ vermittelt die Autorin in literarisch anspruchsvoller Weise einen Einblick in die Arbeit des Suchdienstes des Roten Kreuzes“, sagt Mayer. Gleichzeitig beschreibt Anna Kim die Gefühlswelt eines Menschen, den die Ungewissheit über das Schicksal einer geliebten Person plagt.

 

„Ich fühle mich sehr geehrt, eine solch renommierte Auszeichnung wie den Heinrich-Treichl-Preis für mein Buch ‚Die gefrorene Zeit’ zugesprochen bekommen zu haben und möchte mich herzlich beim ÖRK bedanken“, sagt Anna Kim. „Die Auszeichnung bedeutet mir persönlich sehr viel, da sie es mir nicht nur ermöglicht, sondern mich auch dazu ermutigt, mich in meiner literarischen Tätigkeit weiterhin mit humanitären Themen auseinanderzusetzen.“

 

Die Treichl-Stiftung wurde anlässlich des 80. Geburtstags von Rotkreuz-Ehrenpräsident Heinrich Treichl im Jahre 1993 eingerichtet. Geehrt werden Personen, die durch eine hervorragende Leistung oder im Rahmen ihrer Arbeit ihre humanitäre Gesinnung bewiesen haben.  Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Friedrich Orter, Barbara Stöckl, Kurt Bergmann, Christoph Badelt und Ute Bock.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Winter
Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: +43 1 589 00-153
Mobil: +43 664 823 48 54
andrea.winter@roteskreuz.at
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