26.05.2009

Namibia: Ausbruch von Seuchen verhindern

Die Tiroler Rotkreuz-Mitarbeiterin Edith Huemer führt im Hochwassergebiet Hygieneschulungen durch. Mit Podcast.

Dr. Edith Huemer (Foto: Martin Hörmann)

Dr. Edith Huemer (Foto: Martin Hörmann)

 

Namibia wird von den schlimmsten Überschwemmungen seit 50 Jahren heimgesucht. Im Norden dünn besiedelten Landes stehen weite Gebiete seit Monaten unter Wasser.

 

In sechs Provinzen sind mehr als 700.000 Menschen vom Hochwasser betrofffen, rund 55.000 mussten ihre Dörfer verlassen. Mittelfristig sind mehrere hunderttausend Menschen von Hunger bedroht, da Ernten ausfallen und Nutztiere verendet sind.

 

Gut 19.000 Menschen sind zwischenzeitlich in Camps untergebracht. Ihre Versorgung mit Trinkwasser und der Aufbau von Sanitären Einrichtungen ist die Hauptaufgabe der Rotkreuz-Bewegung.

 

In Zusammenarbeit mit britischen Rotkreuz-Kollegen wird die Gesundheitsspezialistin Edith Huemer die Situation in den Camps erheben. Außerdem bildet die Tirolerin freiwillige MitarbeiterInnen des Namibianischen Roten Kreuzes als Hygiene-Trainer aus. "Hygiene-Promotion" ist ein wichtiger Bestandteil der Hilfe, weil das Wissen in Hygiene-Fragen den Ausbruch von Infektions-Erkrankungen, wie Malaria und Cholera, zu verhindert. Die betroffenen Menschen werden noch Monate in den Camps zubringen müssen.

 

Edith Huemer arbeitet seit elf Jahren im Roten Kreuz. Der Einsatz ist ihr 3. Auslandseinsatz, sie war auch 2005 als Trinkwasser-Expertin in Banda Aceh im Tsunami-Einsatz und hat auch Einsatzerfahrung in Äthiopien und Vietnam.

 

Einen Podcast zum Thema finden Sie hier: Podcast

 

 

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