Rotkreuz-Hilfe nach Überflutung auf den Philippinen
In 130 Camps müssen knapp 75.000 Menschen versorgt werden.
Am 26. September hat der Taifun Ketsana (Onday) weite Teile der Philippinen verwüstet und zu dramatischen Überflutungen geführt. Die schlimmsten Überflutungen seit 40 Jahren setzten den Großteil der Hauptstadt Manila unter Wasser. Umliegende Provinzen sind teilweise von der Umwelt abgeschnitten.
Offizielle Stellen sprechen von bislang 260 Todesopfern, über 300.000 Menschen wurden obdachlos. Die Rotkreuz-Hilfe läuft seit dem Wochenende auf Hochtouren.
Etwa 160 Mitarbeiter und 280 Freiwillige des Philippinischen Roten Kreuzes leisten zur Stunde erste Hilfe und verteilen dringend notwendige Hilfsgüter wie Decken und Zelte. 21 spezialisierte Evakuierungsteams bargen seit dem Wochenende über 400 Personen aus den Fluten.
In Manila und Benguet betreibt das Rote Kreuz Evakuierungszentren. Insgesamt wurden innerhalb von Stunden 130 Camps aufgebaut, in denen fast 75.000 Menschen Zuflucht finden.
Auslöser der Überschwemmungen war die Kombination von riesigen Regenmengen mit dem Taifun. Innerhalb von sechs Stunden so viel Regen gefallen wie sonst in einem ganzen Monat während der Regenzeit.
„Rasche Hilfe ist gefordert", so Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, „um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern."
Mit einer Verschlechterung der Situation und dem Anstieg der Opferzahlen ist zu rechnen. Die philippinische Regierung hat deshalb einen internationalen Hilfsaufruf veröffentlicht. Der Taifun zieht Richtung Vietnam weiter.
Das Österreichische Rote Kreuz bittet um finanzielle Unterstützung. Spenden Sie hier für "Überflutung in Asien" online.

