Erdbeben Haiti: Immer mehr Hilfsflüge aus Österreich
Am heutigen Donnerstag hebt unter dem Dach von Nachbar in Not ein Transportflieger mit medizinischen Verbandsstoffen ins Katastrophengebiet ab.
Die Solidarität der ÖsterreicherInnen mit den Erdbebenopfern in Haiti ist ungebrochen und auch die österreichischen Hilfsflüge für die Menschen im Erdbebengebiet in Haiti reißen nicht ab: Unter dem Dach von Nachbar in Not hebt heute, Donnerstag, eine Frachtmaschine vom Flughafen Wien-Schwechat ab. An Bord der Ilyushin 76 sind zwei Lastwägen mit 76 Paletten Verbandmaterial für die medizinische Versorgung der Erdbebenopfer.
Die Hilfsgüter hat die Firma Lohmann&Rauscher kostenlos zur Verfügung gestellt, die OMV wiederum spendet 150.000 Liter Kerosin für den Flug: "Bei einer Katastrophe dieses Ausmaßes muss man auch als Unternehmen seine Verantwortung wahrnehmen. Aus diesem Grund war es für die OMV naheliegend und selbstverständlich, einen österreichischen Hilfsflug mit Treibstoff zu unterstützen", betont OMV Kommunikationschefin Bettina Gneisz-Al-Ani.
Das Rote Kreuz kümmert sich um die Logistik. Die Fahrzeuge selbst stammen von der Caritas: „Die UNO hat erst vorgestern mitgeteilt, dass es im Katastrophengebiet vor allem an Zelten und Transportmitteln fehlt, die die Hilfe zu den Menschen bringen. Und solche Laster sind derzeit lokal nicht erhältlich“, erklärt dazu Christoph Petrik-Schweifer, Caritas-Auslandshilfechef und Vorstandsvorsitzender von Nachbar in Not.
Ein vom österreichischen Innenministerium finanzierter Flug mit medizinischer Nothilfe ist diese Woche bereits in Santo Domingo gelandet. Damit kann die Caritas
in ihren Gesundheitsstationen in den nächsten drei Monaten rund 100.000 Menschen versorgen. Ein derartiger Hilfstransport für weitere 100.000 Betroffene, diesmal finanziert von der Stadt Wien, hebt morgen ab.
Noch ebenfalls in den nächsten Tagen wird ein Caritas-Hilfsflug aus Pakistan 5000 Zelte und damit ein Dach über dem Kopf für insgesamt 25.000 Menschen bringen. Die finanziellen Mittel dafür stammen auch aus österreichischen Spenden, so Petrik-Schweifer: „Jeder Euro wird dringend gebraucht, um den Menschen nach dem Erdbeben das Überleben und ihre Zukunft zu sichern.“
Michael Opriesnig, Kommunikationschef des Roten Kreuzes und Nachbar in Not-Vorstand ergänzt: „85 Tonnen an Hilfsgütern hat das Österreichische Rote Kreuz bereits nach Haiti geliefert, seit den ersten Tagen helfen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort. Aber das Wichtigste ist: unsere Hilfe geht weiter. Wir bleiben auch dann, wenn die Scheinwerfer der Medien ihr Licht ausschalten. Nachbar in Not hilft nachhaltig.“
Rückfragehinweis:
Silke Ruprechtsberger, Caritas Österreich
Tel: 0664/82 66 909
Andrea Winter, Österreichisches Rotes Kreuz
Tel: 0664/823 48 54
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