30.01.2010

Das Japanische Rote Kreuz eröffnet eine Klinik in Haiti

Frau Marlene Egailté ist die erste Patientin im  japanischen Feldspital an der Rue de l'Aéroport in Port-au-Prince, Haiti. Kurz vor 17:00 Uhr am 12. Jänner saß sie außerhalb ihres Hauses, als sie plötzlich die Erdstöße spürte. Das war nur Augenblicke, bevor ihr Haus zusammenstürzte, als wäre es aus Spielkarten. Nicht wissend was sie tun sollte lief sie auf die Straße, wo sie Menschen schreien und in alle Richtungen laufen sah.
"Ich war erleichtert dass meine Söhne und ich mit dem Schrecken davon gekommen sind", sagte sie dem Roten Kreuz.

Keine anderen Versorgungsstellen

Frau Egalité und ihre beiden Kinder, 5 und 10 Jahre alt, leben jetzt in einer Notunterkunft für Obdachlose, die gegenüber ihrem Haus entstanden ist. Sie war positiv überrascht, dass das Japanische Rote Kreuz so schnell ein Lazarett eröffnet hat, da es sonst keine medizinische Versorgung in der Nähe gibt.
Die Klinik wird von zehn professionellen Helfern geleitet, die mit sechs Tonnen Hilfsgütern angereist waren. Alle Hilfsgüter entsprechen dem IFRC und WHO Standard. Das Lazarett bietet sogar eine keine Einheit für einfache chirurgische Eingriffe. Sobald es vollständig aufgebaut ist, kann es bis zu 30.000 Menschen versorgen.

Viel Erfahrung mit Erdbeben
Japan selbst ist sehr erdbebengefährdet und hat über die Jahre die beste Vorbereitung und Hilfestellung in solchen Katastrophenfällen gelernt. Dr. Okamura, der Teamleiter der Klink, sagt dass die Kulturen von Japan und Haiti zwar unterschiedlich sein mögen, aber die Kraft der Menschlichkeit, die das Rote Kreuz beflügelt, in beiden Ländern die gleiche ist.

Das Team des Japanischen Roten Kreuzes wird in Port-au-Prince sechs Wochen lang bleiben, bis es Mitte Februar von einem weiteren Team abgelöst wird.

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