18.02.2010

Österreichische Rotkreuz-Helfer aus Haiti zurückgekehrt

"Erschöpft und froh, vor Ort wichtige Hilfe geleistet zu haben", so kann man die Eindrücke der Österreichischen Rotkreuz-Wasser- und Sanitärexperten zusammenfassen, die nach der Ablöse ihres Teams Mittwoch Abend nach Wien zurück gekehrt sind.

Acht weitere Österreicher befinden sich noch in Haiti als Teil der insgesamt 600 internationalen Rotkreuz-Helfer.

Die Arbeit vor Ort war anstrengend:  Herbert Thaler und Andreas Cermak kehrten nach rund einem Monat im Katastrophengebiet wieder in ihre Heimat zurück. Seuchenprävention durch die Errichtung von Abwasser- und Müllentsorgungssystemen und der Bau von Latrinen waren die vorrangigen Aufgaben des internationalen Teams, das in Leogane stationiert war, rund eine Autostunde ausserhalb der Haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince.

Die Stadt Leongane liegt nahe dem Epizentrum des dramatischen Erdbebens vom 12. Jänner 2010. Die Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern ist nahezu komplett zerstört worden, viele Tausend Todesopfer waren daher dort zu beklagen, Zigtausend Obdachlose leben in Camps in der Region. In ganz Haiti leben bis zu 1,5 Millionen Menschen in provisorischen Zeltstädten. Allein in der Hauptstadt Port-au-Prince leben bis zu 800.000 Menschen in selbst gebastelten notdürftigen Unterkünften.

„Wir haben mit lokalen Helfern im größten Obdachlosen-Camp, direkt beim eingestürzten Rathaus von Leogane, Latrinen gebaut. Die Bewohner haben selbst den Platz dafür gereinigt“, berichten die zurückgekehrten österreichischen Rotkreuz-Mitarbeiter. Auch in vielen anderen Camps der Region wurden Latrinen errichtet, zudem wurden Hygienetrainings begonnen. Auch die Vernetzung der Österreicher mit anderen Rotkreuz-Gesellschaften vor Ort funktionierte wunderbar.

 

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