07.03.2010

Weltfrauentag: Rotkreuz-Frauen plädieren für mehr Wertschätzung

Chefärztin, Vizepräsidentin: Frauen spielen auch im Österreichischen Roten Kreuz eine wichtige Rolle, und das seit vielen Jahren.

„Frauen spielen in der Geschichte des Österreichischen Roten Kreuzes traditionell eine große Rolle. In beiden Weltkriegen waren es Frauen, die in selbstloser Art und Weise Sanitätsdienste in Lazaretten und Krankenhäusern verrichtet haben. Bis heute zeigt sich deutlich: Pflege sie ist weiblich“, so Dr. Elfriede Wilfinger, Vizepräsidentin des Landesverbandes Niederösterreich des Roten Kreuzes. Mehr als 80 Prozent der Leistungen in der Betreuung und Pflege – in der Familie, ehrenamtlich oder hauptberuflich – werden von Frauen erbracht.

 

Erfolgreiche Vereinbarung

 

Qualifizierte Babysitter, Ferienbetreuung von Kindern und Unterstützung in der Pflege sind wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen.

 

 

Rotkreuz-Chefärztin Primaria Dr.Katharina Pils ist überzeugt: „Frauen können Erfolg im Beruf und Familie vereinbaren. Um das möglich zu machen sind gute Betreuungsangebote für die kleineren und Ganztagsschulen für die größeren Kinder notwendig. Die längerfristige Pflege von Familienangehörigen darf nicht zur selbstverständlichen Pflicht von Frauen werden. Sie muss anerkannt und durch entsprechende professionelle Angebote unterstützt werden. Die Finanzierung der Pflege alter und hochbetagter Menschen muss gesichert und nicht als jahrelanges Ehrenamt verstanden  werden.“

 

Anerkennung

 

Die Pflege alter oder kranker Familienmitglieder oder behinderter Kinder, Ehepartner oder Eltern dauert oft viele Jahre und prägt das eigene Leben sehr. Vernetzung und Information pflegender Angehöriger ist dem Roten Kreuz ein wichtiges Anliegen. Die neu gegründete Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger will die Lebenssituation für die Betreuenden verbessern.

 

„Frauen auf der ganzen Welt tragen die Hauptlast der Arbeit in der Familie und der Gesellschaft. Ich wünsche mir, dass dies anerkannt und honoriert wird“, so Andrea Leodolter, Vizepräsidentin des Landesverbandes Steiermark, anlässlich des Weltfrauentages.

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