14.05.2010 11:14

Rotkreuz-Tipps: Verhalten bei Unwettern

Unwetterzentrale warnt vor Starkregen und Wind in Ostösterreich. Die Rotkreuz-Tipps zum richtigen Verhalten sind auch als Podcast verfügbar.

Rotkreuz-Tipps: Verhalten bei Unwettern

Wien (Rotes Kreuz) – Nach dem kräftigen Regen in der vergangenen Nacht unter anderem im Raum Wien kündigt sich für das Wochenende neuer Regen an. „Schuld daran ist ein kräftiges Tief, dass vom Mittelmeerraum über Ungarn hinweg in Richtung Baltikum zieht“, erklärt Roland Reiter von der Unwetterzentrale Österreich. „Die größten Regenmengen zeichnen sich vom Mostviertel bis zum Wienerwald ab, hier kommen von Samstagnachmittag bis Montag früh verbreitet Regenmengen zwischen 90 und 120 Litern pro Quadratmeter zusammen, örtlich auch mehr“, so der Meteorologe weiter.

 

Das Österreichische Rote Kreuz hat auf der Webpage Tipps für das Verhalten bei Unwettern zusammengestellt (dort findet man auch die aktuelle Warnkarte der Unwetterzentrale) und untenstehend auch zusammengefasst. Die Unwettertipps sind auch als Podcast verfügbar, damit man sie sich auf seinem mp3-Player mitnehmen kann.

 

Richtiges Verhalten ist manchmal lebenswichtig. Oft bricht die Stromversorgung zusammen. Sorgen Sie daher rechtzeitig dafür unabhängig zu werden:„Der Handyakku sollte geladen sein, damit man im Notfall Hilfe holen kann. Das Handy vermittelt in einer solchen Situation Sicherheit und man kann jederzeit mit seinen Liebsten sprechen und nachfragen, ob alles in Ordnung ist", so Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes.

 

Für die aktuelle Wetterlage ist aufgrund der nassen Vorgeschichte bei solchen Mengen laut den Wetterexperten der Unwetterzentrale die erhöhte Gefahr lokaler Überflutungen im Bereich von Ybbs, Erlauf, Traisen, Pielach, Wienfluss gegeben, auch Hangrutschungen sind verstärkt möglich. Leicht wetterbegünstigt bleibt der Westen und Südwesten Österreichs, hier regnet es zwar auch zeitweise, die Regenmengen halten sich hier aber in Grenzen.

 

Neben dem Regen wird im Osten Österreichs auch noch der Wind ein Thema. Bei stürmischem Nordwestwind mit Böen zwischen 70 und 90 km/h bleiben die Temperaturen meist im einstelligen Plusbereich stecken. Richtig ungemütlich wird es auf den Bergen des Alpenostrandes. Hier zeichnen sich Sturmböen von deutlich mehr als 100 km/h ab, die Schneefallgrenze sinkt vorübergehend auf 1000-1300 m, oberhalb von 1500 m muss man mit tief winterlichen Bedingungen rechnen.

Rotkreuz-Tipps für Unwetter

Stellen Sie einen Radio-Empfänger und Batterien, sowie Taschenlampen und Kerzen mit Streichhölzern bereit. Laden Sie Ihr Mobiltelefon. Es ist auch sinnvoll ein netzunabhängiges Kochgerät, etwa einen Propangaskocher zur Verfügung zu haben. Oftmals funktioniert auch die Heizung nur wenn auch Strom da ist, da viele Heizsysteme Pumpen nutzen. Sorgen Sie daher immer für ausreichend Brennmaterial wenn Sie einen Kamin haben. Für den Fall einer Unterbrechung der Versorgung mit Trinkwasser, ist es ratsam ausreichend Mineralwasser im Haus zu haben.

 

Bei besonders heftigen Unwettern – solche sind allerdings für kommendes Wochenende nicht angekündigt – kann es vorkommen, dass Gebiete evakuiert werden müssen. Bereiten Sie für diesen Fall alle wichtigen Dokumente und Notgepäck vor. Es ist zudem auch sinnvoll eine sogenannte Dokumentensicherung anzufertigen, diese erleichtert im Fall des Falles den Nachweis einer Versicherung.

 

Aber auch wenn das Unwetter vorbei ist, sollte man vorsichtig sein. Nehmen Sie elektronische Geräte erst dann wieder in Betrieb, wenn Sie absolut sicher sind, dass keine Gefahr von Ihnen ausgeht. Lassen Sie Beschädigungen am Haus unbedingt durch Fachleute überprüfen und leisten Sie bei Verletzten Personen Erste Hilfe und setzten Sie einen Notruf ab. Auch von beschädigten Dächern geht große Gefahr aus.

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