19.05.2010

Pflege geht uns alle an

Eine neue Plattform vernetzt und unterstützt pflegende Angehörige, damit ihre Anliegen besser gehört werden: die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger.

Foto: iSTock

 

Wien (Rotes Kreuz) – Heute ist jeder Fünfte über 60 Jahre alt, 2030 wird es bereits jeder Dritte sein. „Pflege geht uns alle an, denn es kann jeden treffen“, so Birgit Meinhard-Schiebel, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger. „Die Pflege alter, kranker oder behinderter Ehepartner, Eltern oder Kinder dauert oft viele Jahre und prägt das eigene Leben sehr. Viele der pflegenden Angehörigen überfordern sich ständig selbst.“

 

Die Leiden der Pflegenden

 

70 Prozent aller pflegenden Angehörigen leiden unter der körperlichen und psychischen Belastung. Zeitdruck gehört zu den größten Stressfaktoren: Familie, Arbeit und Pflege unter einen Hut zu bringen, ist ein täglicher Drahtseilakt.

 

„Wir erleben die Angehörigen einerseits als unverzichtbare und hilfreiche Expertinnen und Experten, andererseits auch als gesundheitlich besonders gefährdete und sowohl privat als auch gesellschaftlich viel zu wenig Beachtung einfordernde Gruppe“, so Werner Kerschbaum, Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft und stv. Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes.


Ziel der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger Information und Vernetzung Betroffener, Schaffung öffentlichen Bewusstseins, höhere Wertschätzung und Anerkennung der Pflege- und Betreuungsleistungen. Pflegende Angehörige sollen als gesellschaftspolitisch relevante Gruppe etabliert werden.


Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Person 20 Euro, für kleinere Vereine und Selbsthilfegruppen 70 Euro und für große Vereine 270 Euro pro Jahr.

 

Weitere Informationen


Im Internet unter www.ig-pflege.at. Die Informationsbroschüre über die Interessengemeinschaft kann per Mail oder telefonisch bei Gudrun Haider unter 01 / 58 900-328 angefordert werden.

 

http://www.roteskreuz.at

 

 

 

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