02.11.2010

Rotkreuz-Leitbildprojekt zum Staatspreis „Public Relations 2010“ nominiert

Gemeinsam mit zwei anderen Projekten in der Kategorie „interne Kommunikation“.

Wir sind da, um zu helfen.

Die Besonderheit des Rotkreuz-Leitbild-Projektes war mit Sicherheit die frühzeitige Einbindung aller internen Mitarbeiterinnengruppen. Bereits in der Erhebungsphase, dem Stimmungsbarometer, konnten mehr als 5% der bundesweit 61.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Meinung einfließen lassen. In den darauffolgenden Phasen wurden die Mitarbeiter ebenso einerseits mittels Umfragen und andererseits in Form von Fokusgruppen direkt eingebunden – das Leitbild spiegelt daher die Organisation als Ganzes wider.

 

Martin Bredl, PRVA-Präsident und Juryvorsitzender war hocherfreut über das Niveau vieler Einreichungen: „Aus meiner Juryerfahrung bei europäischen PR-Preisen bin ich beeindruckt von der Qualität der eingereichten Projekte. Viele davon können mit Sicherheit International reüssieren. Für die Jury war es extrem schwierig, Sieger zu ermitteln, denn es gab in einigen Kategorien ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Schlussendlich musste sogar den Staatspreisträger eine Stichwahl entscheiden.“

 

Die Träger des Staatspreises Public Relations werden Ende November in Wien bekannt gegeben.

 

Umsetzung des Projekts

Eine Phasengliederung des Projekts erlaubte klares und effizientes Projektmanagement. Ende 2008 wurde in der Analysephase eine interne Umfrage – das „Stimmungsbarometer“ – durchgeführt, an der insgesamt 3.943 Mitarbeiter/innen teilnahmen.

 

Von der Kerngruppe wurden - basierend auf diesen Erkenntnissen - fünf zentrale Perspektiven für ein Leitbild formuliert: unser Auftrag, unsere Arbeitsweise, unser Umgang miteinander, unsere Organisation, unser Wirken in der Gesellschaft. Anhand dieser Perspektiven wurden in der zweiten Projektphase in ganz Österreich Fokusgruppen, Interviews und dezentrale Workshops veranstaltet, um hier repräsentative Leitgedanken erstellen zu können.

Gemeinsam wurden diese Inputs auf je drei verschiedene Leitgedanken pro Perspektive verdichtet, die im Rahmen einer online-Umfrage (mehr als 2.000 Teilnehmer) wieder an die Mitarbeiter/innen kommuniziert wurden. Gleichzeitig konnte das Kommitment überprüft und verschiedene Assoziationen zu den einzelnen Formulierungen gesammelt werden.

Der nächste Schritt war die Formulierung der Texte, die erneut mit einer online- Umfrage unter Mitarbeiter/innen überprüft wurden (Die Zustimmungsraten lagen größtenteils über 80%).

 

Die Internalisierungsphase begann mit dem statutarischen Beschluss des Leitbildes durch die Präsidentenkonferenz. Ein Leitbildvideo wurde von der Agentur Ogilvy produziert, analog auch Publikationen, wie z.B. die Broschüre, Mailings oder Mousepads. Eine eigene Leitbildseite im Rotkreuz-Portal www.roteskreuz.at wurde zum virtuellen Knotenpunkt für die Kommunikation des Leitbildes. Die direkte Kommunikation mit den Mitarbeiter/innen wurde von den autonomen Landesverbänden in eigener Verantwortung umgesetzt. Dazu wurden beispielsweise alle Mitarbeiter/innen mit einem Mailing über das Leitbild informiert, dem das Video auf DVD beigelegt war; ein Leitbild-Brettspiel wurde genauso entwickelt wie ein Theaterstück, mit dem die Information im Rahmen von zweistündigen Veranstaltungen dezentral kommuniziert wurden.

 

Trainer/innenunterlagen unterstützen die regional Verantwortlichen bei der Präsentation, ein Screensaver visualisiert die Inhalte auf vielen hunderten PCs in ganz Österreich. Zahlreiche Workshops zum Leitbild wurden auf allen Ebenen abgehalten – auch bei den Landesgeschäftsführern oder in der Präsidentenkonferenz. Natürlich war das Leitbild auch in allen internen Publikationen, sowohl im Print- als auch im Online-Bereich ein Thema, nicht zuletzt wurden die Informationen auch via Social-Media über Youtube, Facebook und Twitter an die Rotkreuz-Mitarbeiter/innen kommuniziert.

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