Hochwasser am Balkan
Außergewöhnlich starke Niederschläge haben in der letzten Woche zu verheerenden Überschwemmungen in Teilen von Albanien, Bosnien u. Herzegowina, Kroatien, Montenegro und Serbien geführt. Tausende Menschen sind durch die Wassermassen betroffen.
In Albanien hat der Fluss Drini mehrere Dörfer überschwemmt. 21 Familien mussten ihre Häuser verlassen und weiter 61 sollen noch in diesen Tagen durch das Militär evakuiert werden. Die Regierung hat über den Katastrophenschutzmechanismus der EU um Hilfe (vorwiegend Boote, Zelte, Feuerwehrpumpen) um Unterstützung angesucht.
In Bosnien und Herzegowina sind mehrere Flüsse aus ihren Ufern getreten. Besonders dramatisch ist die Situation in Gorazde wo die Regierung den Katastrophenzustand erklärt hat. 170 Familien wurden hier bereits evakuiert.
In Kroatien sind bereits 270 Häuser überflutet. Besonders betroffen sind die Orte Metkovic, Opuzen, Ploce und Kula Norinska. Dort hat der Wasserstand den Höchstwert sein 50 Jahren erreicht.
Im Bezirk Golubovici in Montenegro mussten sechs Dörfer evakuiert werden – über 5000 Menschen. Viele konnten bei Freunden und Verwandten unterkommen, jedoch mussten auch über 100 Familien in Notunterkünften untergebracht werden. Die Situation könnte sich in den kommenden Tagen noch verschlechtern.
In Serbien haben die Flüsse Drina und Lim in Folge der starken Regenfälle weite Gebiete überschwemmt. Über 2000 Menschen mussten auch hier evakuiert und teilweise in Notunterkünften untergebracht werden.
Nach den ersten Schätzungen sind derzeit etwa 15.000 Menschen durch die Hochwasser in der Region betroffen. Die nationalen Rotkreuzgesellschaften arbeiten eng mit den lokalen Behörden zusammen und unterstützen diese bei der Betreuung der evakuierten Bevölkerung.
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