Südamerika: Dramatische Überschwemmungen in Brasilien
Schwere Regenfälle haben nördlich von Rio de Janeiro Überschwemmungen verursacht. Die Rotkreuz-Hilfe läuft auf Hochtouren.
Wien, Genf, Rio de Janeiro (Rotes Kreuz) – Nach den verheerenden Auswirkungen der Schlammlawinen und Erdrutsche, die im Norden der Brasilianischen Metropole Rio de Janeiro großflächige Zerstörungen angerichtet haben, berichtet das Brasilianische Rote Kreuz von insgesamt fast 650 Todesopfern und über 8.000 Personen, die evakuiert werden mussten.
„Das Brasilianische Rote Kreuz ist seit Beginn der Katastrophe in die nationalen Hilfsaktivitäten eingebunden – die regionalen Dienststellen wurden in Alarm versetzt und unterstützen die Aktivitäten“, erklärt Walter Hajek, Katastrophenmanager des Österreichischen Roten Kreuzes. „Der Hauptfokus der Rotkreuz-Hilfe ist einerseits, die Erste-Hilfe für Betroffene, ihre Evakuierung und die Unterbringung in temporären Unterkünften und andererseits die Bereitstellung von Trinkwasser und Hilfsgütern für die betroffenen Familien“, so Hajek weiter. Internationale Rotkreuz-Unterstützung wurde durch die Entsendung von zwei Katastrophenmanagern zur Unterstützung der nationalen Brasilianischen Rotkreuz-Strukturen geleistet.
In den nächsten Tagen sind weitere Regenfälle zu befürchten, die die Hilfsmaßnahmen weiter erschweren werden. Zahlreiche Dörfer bzw. Landstriche sind nur wesentlich erschwert erreichbar, da Schlammlawinen und über die Ufer getretene Flüsse den Zugang versperren. Besonders stark betroffen sind die Städte Nova Friburgo, Teresopolis, Petropolis, Itaipava und Sumidouro nördlich von Rio de Janeiro.
Das Brasilianische Rote Kreuz hat große Expertise in der Bewältigung von großflächigen Fluten, zuletzt traf das Land im vergangenen Frühjahr eine derartige Katastrophe.
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