Kindersoldaten: Menschliche Wegwerfware
Mindestens 300.000 Kinder verbringen ihre Kindheit nicht beim Spielen sondern als Soldaten. Der 12. Februar ist der internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten.
Auf der Welt gibt es etwa 300.000 Kindersoldaten. Sie wurden zwangsrekrutiert, oder gingen selber zur Armee, sei es aus ideologischer Überzeugung oder einfach, um sich ernähren zu können. Um Kindersoldaten besser zu schützen, verabschiedete die UNO im Jahr 2000 ein fakultatives Protokoll zur UNO-Konvention über die Rechte der Kinder von 1989,
Dieses Protokoll sieht Maßnahmen zur sozialen Wiedereingliederung von Kindern vor, die an Kämpfen teilgenommen haben. Es verbietet die obligatorische Rekrutierung und die direkte Teilnahme an Feindseligkeiten vor Erreichen des 18. Lebensjahrs sowie die Rekrutierung von Freiwilligen unter 16 Jahren in die nationalen Streitkräfte. Es schreibt den Vertragsparteien zudem vor, alle denkbaren Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass bewaffnete Gruppen Personen unter 18 Jahren rekrutieren oder bei Kampfhandlungen einsetzen.
Das Protokoll trat am 12. Februar 2002 in Kraft. Seither ist dieses Datum dem internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten gewidmet.
Lesetipp
Ein Dossier des Jugendrotkreuzes über Kindersoldaten mit diesen Inhalten:
- Globale Dimension: Fast 300.000 Kindersoldaten gibt es weltweit
- Kinder als Wegwerfware: Wie sie rekrutiert und benutzt werden
- Recht und Realität: Was international getan wird
- Der lange Weg zurück: Probleme der Resozialisation
- Kindersoldaten erzählen: Interview und Zitate

