22.02.2011

Schweres Erdbeben erschüttert Neuseeland

Ein Erdbeben mit der Stärke 6,3 erschütterte am 22. Februar um 12 Uhr 51 Ortszeit die Region Canterbury in Neuseeland.

Foto: Reuters

 

Das Epizentrum des Bebens lag etwa fünf Kilometer unter er Erdoberfläche und 10 Kilometers südöstlich der Stadt Christchurch. Christchurch liegt im Süden Neuseelands und ist mit 340.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Insel. Nach offiziellen Angaben sind bisher 75 Tote zu beklagen. Hunderte Menschen sollen noch verschüttet sein.

 

Laut dem Neuseeländischen Roten Kreuz hat das Beben weit gestreute Zerstörungen verursacht, In vielen Stadteilen wurden Strom-, Telefon- und Wasserleitungen sowie Gebäude und Häuser zerstört. Etwa die halbe Stadt ist ohne Strom. Die Stadtverwaltung hat den Notstand ausgerufen.

 

Lokale Rotkreuz-Teams arbeiten bereits vor Ort, Unterstützung kommt aus benachbarten Bezirken. Priorität der Helfer ist die Suche nach Verschütteten und Versorgung von Verletzten. Gemeinsam mit Zivilschutz, der Polizei und lokalen Organisationen erarbeitet das Neuseeländische Rote Kreuz zurzeit die dringendsten Bedürfnisse.

 

Ein Evakuierungszentrum, das 2.000 Menschen unterbringt wurde bereits eröffnet. Telekom-Experten des Roten Kreuzes werden ab morgen im Einsatz sein.

 

Vermisste Angehörige

 

Das betroffene Gebiet ist als Urlaubsziel bei Touristen aus aller Welt sehr beliebt. Der Suchdienst des Österreichischen Roten Kreuzes nimmt Anfragen über vermisste Angehörige aus Österreich entgegen.

 

Anfragen bitte per e-Mail an tracing@roteskreuz.at oder per Telefon an Johanna Goldmann unter 01/589 00 318 bzw. außerhalb der Bürozeiten unter 0664/1223108 richten.

 

Die Daten werden an die Spezialisten des Neuseeländischen Roten Kreuzes weitergeleitet, die vor Ort nach vermissten Personen suchen.

 

Eine weitere Möglichkeit, Anfragen bezüglich vermisster Familienangehöriger bzw. sonstige Anfragen im Zusammenhang mit dem Erdbeben in Neuseeland zu stellen, ist das Bürgerservice des Aussenministeriums.

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