Libyen: Rotes Kreuz sendet medizinische Teams in die Region
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bereitet die Entsendung von medizinischen Teams und chirurgischer Ausrüstung nach Libyen vor.
"Drei medizinische Rotkreuz-Teams, darunter auch Chirurgen, sind für den Abflug nach Libyen bereit“, so Georgios Georgantes, stv. Leiter für Aktivitäten des IKRK in Nord- und Westafrika. "Das Norwegische Rote Kreuz, das Finnische Rote Kreuz und das Deutsche Rote Kreuz stellen dafür Personal zur Verfügung. Die medizinischen Teams des IKRK können in das Land einreisen, sobald dies die Sicherheitslage zulässt."
Die Rotkreuz-Mitarbeiter bringen genug chirurgische Ausrüstung und andere medizinischen Produkte, um bis zu 2.000 Verletzte behandeln zu können. Zusätzliches Material wird lokalen medizinischen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Berichten zufolge fehlt es den libyschen Krankenhäusern an den wichtigsten Medikamenten. Der Libysche Rote Halbmond erhebt derzeit den konkreten Bedarf in den einzelnen Krankenhäusern.
"Das IKRK steht in engem Kontakt mit dem Libyschen Roten Halbmond, der unter anderem die Versorgung mit Blutkonserven in Benghazi übernommen hat", sagte Jean-Michel Monod, Leiter der regionalen IKRK-Delegation in Tunis, deren Arbeit sich auch auf Libyen erstreckt. "Wir haben dem Libyschen Roten Halbmond unsere direkte Unterstützung angeboten."
Das IKRK ruft allen Beteiligten ins Gedächtnis, dass das Menschenleben und die menschliche Würde zu jeder Zeit respektiert und dass medizinisches Personal, deren Fahrzeuge und Einrichtungen geschützt werden müssen. Das IKRK betont wiederholt, dass Sicherheitskräfte mit Zurückhaltung vorzugehen haben und Tötungswaffen nur im äußersten Notfall zum Schutze menschlichen Lebens eingesetzt werden dürfen.

