27.06.2011

Motorrad-Unfälle vermeiden

Ständiger Begleiter der Motorrad- und Urlaubssaison sind leider auch schwere Unfälle auf Österreichs Straßen. Rotkreuz-Tipps, um wohlbehalten durch die Zweirad-Sommerzeit zu kommen.

Egal ob Motorrad, Moped, Roller oder Fahrrad, wichtig ist der ausreichende Schutz des Lenkers. Denn bei Zweirad-Fahrern ist, im Gegensatz zu PKW oder LKW, die Knautschzone meist der eigene Körper.

 

Die richtige Schutzausrüstung hilft daher - neben der Wahl der passenden Fahrtgeschwindigkeit - maßgeblich schwere Verletzungen zu vermeiden!

 

Vorsichtiges und vorausschauendes Fahren gilt vor allem für die einspurigen Verkehrsteilnehmer als bester Unfall-Schutz.

 

Sollte es trotz aller Vorbereitungen zu einem Unfall kommen, dann hilft es, Ruhe zu bewahren, die Unfallstelle abzusichern, um weitere Unfälle zu vermeiden - lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen und den Notruf absetzen.

 

Alljährlich kehrt auch die Debatte, ob man einem verunfallten Biker nun den Helm abnehmen soll oder nicht, wieder: „Ein Sturzhelm schützt den Kopf vor Verletzungen, er birgt aber auch die Gefahr des Erstickens, wenn ein Motorradfahrer nach einem Sturz das Bewusstsein verliert“, sagt Rotkreuz-Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber.

 

"Ist der Verletzte bei Bewusstsein, so kann man behilflich sein, den Helm vorsichtig zu entfernen. Ist der Verletzte ohne Bewusstsein, so muss der Helm zur Kontrolle der Atmung abgenommen werden“, so Schreiber. Der Helfer kniet dabei oberhalb des Kopfes, ergreift den Helm seitlich, und richtet ihn gerade. Nach dem Öffnen des Visiers und des Kinnriemens wird der Helm vorsichtig nach hinten gezogen bzw. gekippt. In weiterer Folge stützt man als Helfer mit einer Hand den Hinterkopf, während man den Helm mit der anderen Hand an der Oberkante erfasst, herunterzieht und zur Seite legt.

 

„Erste Hilfe rettet Leben“, so der Rotkreuz-Chefarzt. „Wir bieten in ganz Österreich Kurse an, in denen gelehrt wird, was im Notfall zu tun ist. Ich kann nur jedem Menschen raten, das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen. Denn man kommt leicht in eine Situation, in der man entweder helfen muss, oder selbst Hilfe benötigt.“

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