23.10.2011

Erdbeben in der Türkei: Roter Halbmond verstärkt Rettungsbemühungen

Schwerpunkte: Rettung der Verschütteten, Versorgung der Obdachlosen und Errichtung von Unterkünften.

Genf (Rotes Kreuz) - Der Türkische Rote Halbmond arbeitet seit Stunden mit Hochdruck daran, die nach dem verheerenden Erdbeben unter Trümmern begrabenen Personen aufzufinden und zu befreien. Mindestens 80 Menschen sind tot, es gibt Befürchtungen, dass sich diese Zahl noch deutlich erhöhen kann.
 
Mit 7,2 auf der Richter-Skala ist dieses Beben in der Van-Provinz an der Grenze zum Iran das stärkste Erdbeben in der Türkei seit mehr als einem Jahrzehnt, und damit von der Intensität gleich dem Beben in Haiti Anfang 2010.
 
Augenzeugen berichteten in der Nacht, dass Menschen bei Fackelschein und eisigen Temperaturen verzweifelt versuchten, Verschüttete mit bloßen Händen zu befreien.
 
Die Helfer des Türkischen Roten Halbmonds haben bereits Überlebende aus den Trümmern eines Studentenwohnheims in der Stadt Ercis gerettet. Helfer des Türkischen Roten Halbmondes in Ercis berichten, dass in der 75.000-Einwohnerstadt mindestens 25 Gebäude durch das Erdbeben eingestürzt sind.
 
Die Rothalbmond-Stellen in Ankara, Erzurum, Mus, Adana, Diyarbakir und Manisa haben bereits Katastrophen-Helfer und Hilfsgüter in die betroffene Region entsandt.  Mehr als 2.000 Zelte, 7.500 Decken, 100 Öfen, Brot, Wasser und Lebensmittelpakete sind auf dem Weg zum Ort der Katastrophe - weitere Hilfsmittel stehen in den Lagern bereit. Die Decken und Zelte sind in der derzeitigen Situation besonders dringend notwendig, da die Temperaturen über Nacht stark fallen.

 

Suppenküchen wurden in Betrieb genommen, um jene zu verpflegen, die ihre Häuser verloren haben oder aus Angst vor Nachbeben nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Durch das Erdbeben sind auch Strom und Telekommunikation in der Van-Provinz teilweise zerstört. Im Stadion von Ercis wird ein Zeltlager errichtet.
 
Unterstützen Sie die Hilfe vor Ort: http://www.roteskreuz.at/mitmachen/spenden/spendenzwecke/erdbeben-tuerkei