Frühwarnsystem als Lebensretter
Rotkreuz-Tsunami Warnungen im Indischen Ozean verhinderten das Schlimmste.

Das Epizentrum des Bebens vom 11. April 2012 lag etwa 430 Kilometer südwestlich von Banda Aceh, das bereits 2004 zu den schwer betroffenen Regionen zählte.
Als am 11. April 2012 an der Küste der indonesischen Insel Sumatra die Erde bebte, war die Befürchtung groß, dass die Region eine Wiederholung der Katastrophe von 2004 erleben könnte. Dem Erdbeben von der Stärke 8.7 nach Richter ist dieses Mal ein starkes Nachbeben der Stärke 8.2, aber kein Tsunami gefolgt. Und die Menschen waren weit besser auf eine mögliche Naturkatastrophe vorbereitet als acht Jahre zuvor. Maßgeblich dazu beigetragen hat das Rotkreuz-Frühwarnsystem, das die Menschen in den gefährdeten indonesischen Städten und Dörfern warnte.
Rotkreuz-Katastrophenmanager Christopher Jahn erklärt dazu: "Funktionierende Frühwarnsysteme für die Bevölkerung sind einfach zu installieren und können tausende Leben retten, wenn die Menschen noch ausreichend Zeit zum Fliehen haben."
Information über Radio und Social-Media
Neben dem Tsunami Frühwarnsystem sorgten Freiwillige des indonesischen Roten Kreuzes dafür, dass die Einwohner informiert und in höhergelegene Orte evakuiert wurden. Auch über die lokale Radiostation RPMI konnten die Mitarbeiter Informationen weitergeben und live mit Betroffenen Kontakt halten. Die Sendungen liefen über einen Stream, wodurch sie auch außerhalb von Aceh über Smartphones empfangen werden konnten. Auch Facebook und Twitter dienten als Plattform für laufende Updates, die aus verschiedenen Stellen gebündelt wurden.
Investitionen, die Bewusstsein schaffen
Das Rote Kreuz hat in der Region rund eine Million Euro in Frühwarnsysteme investiert. Dazu gehören auch Trainings von Mitarbeitern, die Errichtung von sicheren Gemeindezentren, Probebohrungen und die Installation von Warnsirenen sowie von Evakuierungsrouten. Investitionen, die Bewusstsein schaffen und Leben retten.
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