28.06.2012

Euro 2012 - Österreich unter den Favoriten

Worauf leidgeprüfte heimische Fußballfans wohl noch lange warten müssen, ist beim Österreichischen Roten Kreuz glücklicherweise Tradition: Das heimische Team geht als einer der Titelanwärter bei der Erste Hilfe Europameisterschaft FACE (First Aid Competition Europe) am 7. Juli 2012 im irischen Dundalk an den Start. Zum mittlerweile vierten Mal vertritt nach 1989, 1998 und 2000 die Ortsstelle St. Georgen an der Gusen Österreich bei der Kür der besten Lebensretter Europas.

Kommandant Thomas Leonhartsberger, Mario Brettbacher, Melanie Plank, Simone Fürnhammer, Berina Omersoftic und Johannes Karr, begleitet von Teambegleiter Nikolaus Tabor, haben mit einer Vielzahl an Siegen und Stockerlplätzen bei verschiedensten Sanitätshilfebewerben nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht. Für die nunmehrige Krönung ihrer Sanitäterkarriere trainieren die Teammitglieder seit November 2011 und haben mittlerweile mehr als 1000 Stunden dafür investiert. Und das zusätzlich zu den unzähligen freiwilligen Einsätzen auf der St. Georgener Rotkreuzstelle und parallel zum Zivilberuf.

 

Besonders stressig verlief die Vorbereitungszeit für Melanie Plank. Sie wurde mitten in der Vorbereitungszeit im März Mutter des kleinen Paul. Mit tatkräftiger familiärer Mithilfe durch Papa Peter und der stolzen Großeltern wird die Mission Europameisterschaft dennoch möglich. Paul wird die Mama natürlich auch in Irland aus erster Reihe anfeuern.

 

Am kommenden Donnerstag fliegen Mannschaft und 25 Schlachtenbummler – darunter Pergs Bezirkshauptmann und Bezirksstellenleiter Werner Kreisl, Bundesrettungskommandant Gerry Foitik und der Chef der OÖRK-Bildungsakademie Gerhard Lindner – nach Irland, wo dann am Samstag 25 Nationen um den Titel rittern. Dabei sind eine ganze Reihe realistisch dargestellter Notfälle zu bewältigen. Ebenso muss Wissen über Rotkreuzgeschichte, die Genfer Konventionen und die vielfältigen Aufgaben und Strukturen der weltweit größten Hilfsorganisation unter Beweis gestellt werden.

 

"Österreich zu vertreten ist natürlich etwas ganz Besonderes. Die Konkurrenz ist groß. Viel hängt von Tagesverfassung und natürlich den konkreten Bewerbssituationen ab. Wir haben uns optimal vorbereitet und sind zuversichtlich, um die vordersten Plätze mitmischen zu können. Immerhin haben wir ja alleine schon in St. Georgen (bisher Ränge 1, 2 und 4 bei den EM-Teilnahmen) eine erfolgreiche Tradition fortzuführen", schätzt Kommandant Thomas Leonhartsberger die Chancen ein.

 

Hier einige weitere Fotos...