06.11.2012 09:43

Katastropheneinsatz in Lavamünd

In zahlreichen Kärtner Gemeinden verursachten die schweren Regenfälle am Montag Überschwemmungen und Vermurungen. Die Katastrophenhilfseinheit des Roten Kreuzes ist in Lavamünd im Einsatz.

Katastropheneinsatz in Lavamünd

Lavamünd ist am stärksten betroffen, Medien sprechen bereits von einem "Jahrhunderthochwasser" an der Drau. In Lavamünd fließt die Lavant in die Drau. Aufgrund heftiger Regenfälle traten am Montag beide Gewässer über die Ufer.

 

Lavamünd wurde regelrecht geflutet. Das Wasser stand bis zu zwei Meter hoch, Wohnhäuser wurden bis zum ersten Stock unter Wasser gesetzt."Die Drau ist über die Ufer getreten und hat die Ortschaft großflächig überflutet. Aufgrund der Überflutungen wurden am gestrigen Montag etwa 80 bis 100 Personen evakuiert und in einer vom Roten Kreuz betriebenen Notunterkunft untergebracht", schildert der Kärntner Landesrettungskommandant Georg Tazoll die Lage. "Die Feldküche sorgt für die warmes Essen und Getränke."

 

In der Nacht auf Dienstag hat sich die Wettersituation in Kärnten beruhigt. Bis Mitternacht wurden die Feuerwehren zu rund 500 Einsätzen gerufen. Südlich von Klagenfurt sind zwei Ortschaften an der Drau von der Umwelt abgeschnitten.

 

"Die Wasserstände sind weitgehend gesunken und die Betroffenen sind in ihre Häuser zurückgekehrt", berichtet Georg Tazoll aus Kärnten. "Die Aufräumarbeiten sind voll im Gange. Zur Unterstützung der rund 600 Betroffenen sind derzeit rund 250 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Bundesheeres im Einsatz. Ein großes Problem ist die starke Verschmutzung durch Heizöl."

 

Vom Roten Kreuz bleibt ein Sanitäter-Team im Einsatz. Die Feldküche übernimmt für die nächsten zwei bis drei Tage die Verpflegung der Einsatzkräfte.

 

Auch in Osttirol haben Regen und Schnee zu Überflutungen und Murenabgängen geführt. Die Drau hat mit ihrem Rekordpegel auch in Slowenien Überschwemmungen verursacht. Besonders betroffen ist der Raum um Maribor.

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