Rotkreuz-Tipp: Die Rucksack-Apotheke

Österreich, Juni 2015. Ein Vater mit drei Kindern auf einem Ausflug in einer Klamm. Hochformat.

 

Verbandszeug gehört in jeden Rucksack - gleich ob es sich um einen gemütlichen Ausflug, eine Wanderung oder eine ausgewachsene Bergtour handelt. Denn auch auf einer kurzen Wanderung kann plötzlich eine Blase höllisch brennen, mit dem Bike kann auch auf einer kurzen Radrunde ein Sturz passieren - und überhaupt: Wo Menschen sportlich unterwegs sind, kann es eben immer wieder zu kleinen oder größeren Verletzungen kommen. Sicher ist sicher!

 

Und die 500 Gramm, die dieses Nofallpaket wiegt, fallen ja nicht wirklich ins Gewicht, oder?

 

Ob Bergtour, Hochtour oder Trekkingtour - das sollte in einer Outdoor-Apotheke für unterwegs unbedingt enthalten sein:

Verbandszeug:

  • mehrere sterile Wundauflagen
  • steriler Momentverband
  • Heftpflasterstreifen (schmal und breit)
  • verschiedene Pflasterstrips
  • Blasenpflaster
  • mehrere elastische Mullbinden
  • Einmalhandschuhe
  • elastische Binden zur Stabilisierung
  • Dreiecktuch
  • Alu-Rettungsdecke
  • Beatmungstuch

 

Medikamente/Schutzmittel:

die je nach Tour bzw. Reiseziel vom Arzt verschriebenen Tabletten

  • Wunddesinfektionsmittel
  • Sonnen- und Insektenschutzmittel
  • und bei mehrtägigen Touren zusätzlich:
  • Wundheilsalbe
  • Sportgel
  • Tabletten gegen Magenverstimmung, Erbrechen, Übelkeit
  • Augentropfen
  • Durchfallmittel
  • Antibiotikum gegen schwere Infektionen
  • fiebersenkendes Mittel
  • event. Tabletten gegen Höhenkrankheit

 

Was tun bei Blasen?

Sobald sich eine gerötete, leicht erhabene Haustelle zeigt, wird sie am besten durch ein Pflaster abgedeckt und so vor weiteren Reizungen geschützt. Wichtig: Das Blasenpflaster muss glatt aufgeklebt werden und darf keine Falten bilden. Blasen nicht öffnen, bevor sie eingetrocknet sind! Bereits geplatzte Blasen sollten mit einer antiseptischen Lösung gespült und mit einer sterilen Auflage abgedeckt werden. 

 

 

Die richtige Wundversorgung

Wien-Inzersdorf 4. April 2014. Erste-Hilfe-Outdoor. In der Freizeit und beim Sport kommt es immer wieder zu Verletzungen. Beim Roten Kreuz lernen Sie, wie Sie mit einfachen Mitteln richtig Erste Hilfe leisten. Ein Erste-Hilfe-Paket sollte auf keinem Ausfl

Von der oberflächlichen Schürfwunde bis zur tiefen Schnittwunde: Fachgerechte Erstbehandlung kann Schmerzen und unangenehme Folgen ersparen.

Schürfwunden:


Durch einen Surz oder Anprall wird die oberste Hautschicht abgeschürft bzw. aufgerissen. Das ist zwar nichts Gefährliches, aber trotzdem sollten die Wunden ordentlich erstversorgt werden.

Generell gilt für alle blutenden Wunden: am besten bei der Wundversorgung Einweghandschuhe tragen. Eine verschmutzte Wunde nach Möglichkeit mit klarem Wassr auswaschen. Dadurch werden kleinere Fremdkörper wie Erde oder Splitt bereits aus der Wunde geschwemmt.

Die Schürfwunde wird dann mit einem keimfreien Verband abgedeckt. Dazu genügt bei kleienren Wunden bereits ein Pflaster, bei größeren werden sterile Kompressen angelegt.

 

Quetsch- und Platzwunden:

 

Wenn durch einen Sturz, einen Schlag, einen Schnitt oder einen STich nicht nur die obere Hautschicht, sondern auch tiefer liegende Weichteile verletzt werden.

 

Den Verletzten hinlegen, nie im Stehen behandeln!

 

Kleine Platz- oder Schnittwunden vorsichtig mit klarem Wasser säubern und mit einem sterilen Verband bzw. einem passenden Pflaster abdecken. Kann die Tour fortgesetzt werden, stets kontrollieren, ob sich die Wunde entzündet.

 

Tiefe und stark verschmutzte Wunden bis zur medizinischen Versorgung mit einem sterilen Verband abdecken. Größere Fremdkärper in einer Wunde dürfen auf keinen Fall entfernt werden! Tiefere Wunden müssen so rasch wie möglich (innerhalb von sechs Stunden) genäht werden.

 

 

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