Reise in die Zukunft mit dem future.monitor

Family in bed.

Wie machen wir die Pensionen sicher? Wie verhindern wir den Zusammenbruch der Sozialversicherungen? Das zeigt ein neues Prognose-Instrument im Internet: Der future.monitor. 

 

Kindheit, Lebensmitte, Alter – das sind im Wesentlichen die drei Stationen unseres Lebens. In der Kindheit und im Alter sind wir von den Menschen abhängig, die in der Mitte ihres Lebens stehen: Sie erbringen die für unseren Wohlstand nötige Wirtschaftsleistung. Sie finanzieren mit ihren Steuern und Beiträgen den modernen Sozialstaat. Wir nennen das den „Generationenvertrag“.

 

Dieser Vertrag ist in Gefahr: Seit Jahren geht die Zahl der Geburten zurück. Gleichzeitig steigt die Zahl der Älteren. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird die Versorgungslast für die Jungen und die Alten auf die Schultern von immer weniger Erwerbstätigen verteilt.

 

Kann das gut gehen? Können künftig auch weniger Erwerbstätige die Wirtschaftsleistung erbringen, die notwendig ist, um den Wohlstand zu erhalten und den Sozialstaat zu finanzieren? Was ist zu tun, um Wirtschaft und Sozialstaat – vor allem die solidarischen Sozialversicherungssysteme – „demografiefest“ zu machen?

 

Wie der future.monitor funktioniert

alterspyramide

 

Herkömmliche Bevölkerungsprognosen wie diese Alterspyramide zeigen lediglich die zahlenmäßige Verteilung von Altersgruppen (Geburtsjahrgängen) und deren Geschlecht. Der future.monitor liefert wesentlich detailliertere Aussagen über die österreichische Bevölkerung. 

Ein Schritt weiter

erwerb 2006
Österr. Bevölkerung 2006: Männer links, Frauen rechts.

 

Der future.monitor geht einen Schritt weiter: Auf der Basis der Multi-State-Demografie zeigt er auch verschiedene Eigenschaften der dargestellten Altersgruppen wie Bildung, Erwerbsstatus oder Migrationshintergrund. Auf dieser Grundlage lassen sich zum Beispiel die Auswirkungen einer abnehmenden Zahl Erwerbstätiger darstellen, auf deren Schultern ja die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme lastet.

 

In Österreich sind derzeit 80% aller Männer und 65% aller Frauen erwerbstätig. Ändert sich daran nichts, nimmt ihre Zahl bis zum Jahr 2051 deutlich ab (weil die Zahl der Menschen in Österreich insgesamt abnimmt).

Erwerbkonstant 2051
Erwerbstätige Männer (dunkelblau) und Frauen (dunkelrot) in Österreich 2051.

 

Der future.monitor zeigt auch, welche Möglichkeiten es gibt, die Zahl der Erwerbstätigen ausreichend zu erhöhen, damit der Sozialstaat finanzierbar bleibt. Zum Beispiel, das Pensionsantrittsalter um fünf Jahre anzuheben (Szenario „Pensionsalter +5“).

Pensionsalter plusfuenf
Szenario: Pensionsalter + 5: Nach Anhebung des Pensionsalters um fünf Jahre: Erwerbstätige Männer und Frauen in Österreich 2051.

 

Die Angleichung der Erwerbsquote der Frauen an jene der Männer ist eine weitere Möglichkeit, mehr Erwerbstätige in den Arbeitsmarkt zu bringen. Kombiniert mit einer moderaten Anhebung des Pensionsalters um fünf Jahre ergibt dieses "Kombinationsszenario": Es gibt ausreichend Erwerbstätige, die mit ihren Steuern und Abgaben für die Finanzierung der Sozialsysteme sorgen. Das Problem der demografischen Alterung ist entschärft.

Kombinationsszenario
Kombinationsszenario: Nach Anhebung des Pensionsalters um fünf Jahre und Angleichung der Erwerbsquote zwischen Frauen und Männern: Erwerbstätige Männer (dunkelblau) und Frauen (dunkelrot) in Österreich 2051.

 

In seiner ersten Ausbaustufe stellt der future.monitor unterschiedliche Entwicklungsszenarien in den Themenbereichen Bildung, Erwerbstätigkeit und Migration dar.

 

Aus den Ergebnissen lassen sich Schlussfolgerungen und konkrete Handlungsanweisungen für notwendige Reformen in diesen Bereichen ableiten. In einer späteren Ausbaustufe wird dargestellt, mit welchen volkswirtschaftlichen Konsequenzen in den einzelnen Entwicklungsszenarien zu rechnen ist.

 

Zum future.monitor

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