Lernbetreuung für Lernhaus, Lernprojekt Dr. Mühlgassner

 

Fünf Frauen - eine Mission: Stellvertretend für die Millionen Frauen, die sich als Freiwillige in der Rotkreuz-Bewegung auf der ganzen Welt für ihre Mitmenschen einsetzen, stellen wir fünf Frauen in kurzen Porträts vor.

 

Dietlinde Mühlgassner aus Wien

 

„Ich bin seit elf Jahren beim Wiener Roten Kreuz,“ sagt die agile Seniorin. Drei Mal pro Woche hilft die pensionierte Studienrätin 16 Kindern bei ihren Schulaufgaben in der Bezirksstelle Berta von Suttner. An ihrer Tätigkeit im „Lernclub“ gefällt der 71-Jährigen „der Kontakt und Umgang mit jüngeren Leuten“.


„Es gibt viele sinnvolle Dinge, die man in meinem Alter durchaus machen kann! Das versuche ich auch anderen Senioren zu vermitteln. Voriges Jahr habe ich eine Dame angesprochen, die gerade verwitwet war. Sie ist damals in einer tiefen Depression gesteckt. Inzwischen ist sie eine Kollegin und macht unglaublich viele Dienste und das gibt ihr Halt und hilft ihr.“


Dietlinde Mühlgassner hat vor drei Jahren den „Lernclub „in Schwung gebracht.“ Außerdem übernimmt die pensionierte Studienrätin auch Dienste in der Notfallambulanz im Sankt Anna Kinderspital, springt beim Verpflegsdienst ein oder in der Flüchtlingsbetreuung. 

Amal Emam, Ägyptischer Roter Halbmond

amal freiwillig

 

"Ich glaube, ich bin schon als Freiwillige geboren worden. Ich habe immer gewusst, dass ich eine Verpflichtung habe, anderen zu helfen. Meine Erfahrung als Freiwillige beim Ägyptischen Roten Halbmond gibt mir auch Sicherheit, Änderungen zu unterstützen und zu eine Verbesserung für die Gemeinschaft beizuragen. Es hilft mir näher, an die Menschen und ihre Bedürfnisse heranzukommen und mich selbst in ihre Lage zu versetzten. Freiwillig zu sein hat mich gelehehrt, mich frei auszudrücken, Unterschiede zu respektieren und auf Gemeinsamkeien zu beauen. Es gibt mit eine Befriedigung, die ich in meinem Leben suche.

 

Ich glaube, die Erfahrung als Freiwillige hat als ganzes einen großen positiven Einfluss auf mein Leben. Die Erfahrung hat mich auch dazu inspiriert, als jugne Ärztin Menschen mit Menschlichkeit zu behandeln, die am wundesten Punkt ihres Lebens ihre härtesten Zeiten durchleben. Diese Erfahrungen haben mich auch als Frau mit großen Ambiitionen und Einfluss in meiner Familie gestärkt.

 

Meine Freiwilligkeit hat mich als Mensch bereicht, mich mit meiner Identität als arabische Frau verbunden und mir Selbstachtung gebracht."   

Kornelia Wurm, Rotes Kreuz OÖ

suchhund wurm

 

Kornelia Wurm aus Oberösterreich widmet dem Roten Kreuz viel Zeit und Engagement. Fragt man die 47-Jährige nach ihrem Beruf, dann antwortet sie aus ehrlicher Überzeugung: "Hausfrau und Mutter". Seit 12 Jahren widmet sie sich quasi nebenberuflich dem Roten Kreuz als freiwillige Sanitäterin in der Ortsstelle Peilstein.

 

Überhaupt ist die ganze Familie Wurm dem Roten Kreuz verbunden, denn auch Ehemann Fritz und Sohn Manuel sind Freiwillige. Selbst der Hund der Familie ist "im Einsatz." Gemeinsam mit Kornelia Wurm bildet der Golden Retriever Dino ein höchst erfolgreiches Gespann: Sie gehören der Suchhundestaffel Mühlviertel des Oberöstereichischen Roten Kreuzes an.

 

Die Suche nach Vermissten trainiert das Duo zweimal pro Woche, echte Einsätze gibt es etwa acht Mal pro Jahr. Zu Beginn des Jahres war es wieder einmal soweit: Sie halfen bei der Suche nach einer abgängigen, zuckerkranken Frau aus Perg – mit Erfolg.

Fowza, Rotes Kreuz Sri Lanka

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Nach dem Tsunami arbeitete das Sri Lankesische Rote Kreuz unermüdlich, um Opfern zu helfen. Einige Überlebende der Tsunami-Katastrophe, denen damals geholfen wurde, sind nun selbst zu Helfern geworden. Als Freiwillige arbeiten sie in den am schlimmsten betroffenen Regionen - wie dem Distrikt Ampara an der Ostküste.

 

Die 35-jährige Fowza ist seit vier Jahren Freiwillige für das Rote Kreuz. Sie lebt in Ninthavur, einem Dorf an der Küste, dass von der Flutwelle völlig zerstört wurde. Auch ihr eigenes Haus lag in Trümmern und es waren Rotkreuz-Freiwillige die ihr halfen, es wieder aufzubauen.

 

"Ich wollte einfach der Gemeinschaft, die mich so großartig unterstützt hat, etwas zurück geben," sagt Fowza. "Als Rotkreuz-Freiwillige habe ich die Möglichkeit, anderen, die in einer ähnlichen Situation sind, zu helfen."

 

In ihrem Dorf unterstützt Fowza hauptsächlich Frauen dabei, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Sie hilft bei der 'women’s’ banking society' mit.

Silvia Gaal-Langecker, Rotes Kreuz Burgenland

burgenland

Zwei Mal im Monat besucht Silvia Gaal-Langecker eine demente alte Dame. „Ich habe sehr gerne mit älteren Menschen zu tun, ich schätze ihre Lebenserfahrung  und lerne sehr viel aus diesen Begegnungen – ich entwickle mich weiter.“

 

Die freiwillige Tätigkeit im mobilen Hospizteam gibt der Volksschullehrerin Kraft: „Die Gespräche, die Dankbarkeit, die Wertschätzung, die Liebenswürdigkeit, das Strahlen und die Freude der älteren Menschen, das ist unglaublich! Da krieg ich jedes Mal die Gänsehaut. Man bekommt irrsinnig viel zurück und hat ein erfüllteres Leben, wenn man freiwillig so etwas macht.“ Ausgleich findet die begeisterte Tänzerin beim Salsa und im Austausch mit der Gruppenleitung des Hospizteams.

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