Die Krisenintervention begleitet Betroffene nach traumatischen Ereignissen

Bei traumatischen Ereignissen, wie einem Flugzeugabsturz oder aber einem Zugunglück, sind es die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Krisenintervention die in den Einsatz gehen um Menschen in dieser belastenden Situation zu helfen.

krisenintervention kl

Wenn traumatische Ereignisse, wie aktuell der Absturz des Passagierflugzeugs in den französischen Alpen, stattfinden sind es vor allem die Betroffenen die in dieser Situation Hilfe benötigen. Um Betroffenen hier zur Seite zu stehen kommen Kriseninterventionsteams, unter anderem jene des Roten Kreuzes, zum Einsatz. 

"In diesen schweren traumatischen Situationen ist es besonders wichtig auf die Bedürfnisse der Betroffenen zu achten, diese herauszufinden und sich alleine um diese zu kümmern. Das ist natürlich primär das Bedürfnis nach Information aber auch Kleinigkeiten wie die Möglichkeit zu telefonieren können wichtig sein", erklärt Dr. Barbara Juen, Leiterin der Krisenintervention des Österreichischen Roten Kreuzes. "Ist es auch besonders wichtig keine psychotherapeutischen Maßnahmen zu starten um ein psychisches Problem zu lösen, das ist bei Angehörigen nicht der Fall. Diese Menschen sind nicht krank, sondern vermissen einen geliebten Menschen", erzählt sie. "Gerade bei Flugzeugabstürzen handelt es sich um eine besondere Situation. Hier gibt es Passagierlisten, daher man erfährt relativ schnell ob ein Angehöriger an Board war. Dies ist zum einen gut weil man schneller Gewissheit hat, allerdings trifft einen dies natürlich dann auch unvorbereiteter", erzählt Barbara Juen weiter.  

 

Die Krisenintervention im Roten Kreuz hat ihren Ursprung 1998 und 1999 mit dem Grubenunglück in Lassing und der Lawinenkatastrophe in Galtür. Mittlerweile gibt es in ganz Österreich rund 1.200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die in der Krisenintervention aktiv sind. Zum Einsatz kommen diese im Alltag im Rettungsdienst wenn es den Bedarf einer Nachbetreuung gibt oder aber bei Großunfällen. 

 

Rosemarie Fellner-Hackethal ist Freiwillige in der Krisenintervention und berichtet im whatchado Interview über ihre Tätigkeit: 

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