„Die Ungewissheit ist eine Folter“
Am 30. August ist Tag der Verschwundenen
Weltweit gibt es mehr als zwei Millionen „Verschwundene“. Über ihr Schicksal, über ihren Verbleib ist nichts bekannt. Gemeinsam ist diesen Menschen, dass sie von staatlichen Organen oder anderen bewaffneten Kämpfern an einen unbekannten Ort gebracht wurden, dort festgehalten werden oder im schlimmsten Fall ermordet worden sind. Diesem „Verschwinden lassen“ fallen meist regimekritische Menschen in Diktaturen zum Opfer. In Kriegen ist es auch eine Taktik, die im eklatanten Widerspruch zum internationalen humanitären Völkerrecht steht.
„Für die Angehörigen der ‚Verschwundenen’ ist die Situation im höchsten Maße belastend“, sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. „Oder wie es die Schwester einer Verschwundenen ausdrückt: ‚Die Ungewissheit ist eine Folter’.“
Der Suchdienst des Roten Kreuzes hilft beim Auffinden von „Verschwundenen“ bzw. beim Klären ihrer Schicksale. Allein das Österreichische Rote Kreuz bearbeitet mehr als 700 Suchfälle im Jahr.
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