Ideegration-Konferenz – Silicon Valley der Integration

Die besten Integrationslösungen aus der Zivilgesellschaft stehen fest und starten mit Beratung und finanzieller Unterstützung in die Zukunft.

 

Von der Direkthilfe für Menschen auf der Flucht bis hin zur Findung kreativer Lösungen für die langfristige Integration Geflüchteter erstreckt sich der Rahmen des Projektes Ideegration. Der Höhepunkt der gemeinsamen Initiative, die von Accenture, Ashoka und dem Roten Kreuz ins Leben gerufen wurde, war eine Konferenz am 11. November.

 

In der Wiener Ankerbrotfabrik trafen die 15 erfolgversprechendsten Projekte, die eine Jury aus über 104 eingereichten Integrationslösungen ausgewählt hatte, mit potentiellen Förderern zusammen. Die Initiativen präsentierten ihre Projekte, am Ende eines spannenden Tages standen die fünf besten fest: Conlusio, Kattunfabrik, dageko, Plattform Rechtsberatung und PROSA/Home erhalten eine Anschubfinanzierung von jeweils 10.000 Euro sowie unentgeltliche Unterstützung von Experten. Damit sollen sie weiterwachsen und   sich in Österreich verankern.

 

Das spür- und sichtbare Engagement der Initiativen verwandelte die Ankerbrotfabrik in ein flirrendes Silicon Valley der Integration. Entscheidungsträger aus Hilforganisationen, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Stiftungen sowie die Gründer der 15 Initiativen sorgten für einen sehr lebendigen Austausch. Mehr als 250 Konferenzteilnehmer tauschten sich über die Möglichkeiten eines gelingenden Zusammenlebens aus.


„Die große Herausforderung haben wir erst vor uns“, sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, „wir müssen den Menschen, die zu uns gekommen sind auch ein Angebot machen, das attraktiv genug ist, damit sie sich auch in die österreichische Gesellschaft integrieren. Das ist einerseits eine Holschuld seitens der Asylberechtigten, die in Österreich bleiben wollen, aber auch eine Bringschuld unserer Gesellschaft. Integration heißt nicht umsonst zu einem Ganzen zusammenzuführen.“


Edith Schlaffer, Sozialwissenschafterin und Gründerin des Vereins „Frauen ohne Grenzen“ bekräftigte, dass sich die Gesellschaft als Ganzes in einem Transitprozess befinde: „Es geht nicht nur um Flüchtlinge und Migrantinnen, sondern um die Gesamtarchitektur einer neuen Gesellschaft, in dem wir alle miteinbezogen sind. Ohne ein aufeinander zugehen wird dieser Prozess nicht gelingen.“



Aufeinander zugehen, geistige Mauern niederbrechen, Ängste überwinden, das haben die fünf prämierten Integrationslösungen bewiesen: Conlusio, Kattunfabrik, dageko, Plattform Rechtsberatung und PROSA/Home sind Integrationslösungen für die Bereiche gemeinnütziges Arbeiten, Arbeitsmarkt, Wohnen und Rechtsberatung. Mit der „Weiterentwicklungshilfe“ durch die Ideegration-Partner werden alle Lösungen schnell wachsen und zu einem gelingenden Zusammenleben in Österreich beitragen.

socialshareprivacy info icon