Klimawandel und Gesundheit
Die Serie beleuchtet die humanitären Auswirkungen des Klimawandels für die Menschheit. Teil 1 ist dem Themenbereich "Gesundheit" gewidmet.
Hitzewellen in Skandinavien, Dauerregen in Spanien, Malaria in Mitteleuropa? – Viele Szenarien sprechen dafür, dass jeder Einzelne den Klimawandel am eigenen Leib zu spüren bekommt. Denn Klima und Gesundheit sind untrennbar miteinander verbunden. Im Jahr 2007 hielt der Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change fest: „Der Klimawandel fördert weltweit Krankheiten und verfrühtes Sterben“.
In den nächsten Jahrzehnten werden Hitzewellen, Überflutungen, Stürme, Buschfeuer und Dürren mehr Tote, Kranke und Verletzte fordern. Steigende Temperaturen werden auch die Verbreitung von Infektionen verändern.
Der Temperaturanstieg könnte in Europa gesundheitliche Probleme quasi aus dem Süden in den Norden exportieren: An heißen Tagen steigt die Luftverschmutzung in den Städten. Die Hitze wird so manchem Arbeitsplatz zu einem ungesunden Aufenthaltsort machen. Bakterien, die zum Beispiel Lebensmittel verunreinigen, verbreiten sich in der Wärme schneller.
Das Rote Kreuz sieht es in Österreich und im internationalen Netzwerk als seine Aufgabe an, sich frühzeitig auf Gesundheits-Notfälle einzustellen und Strategien für ihre Bewältigung zu erarbeiten.
Der Klimawandel tötet die Ärmsten. Unter Alten, Kindern und Müttern wird sich die Sterblichkeit erhöhen.
Rotkreuz-Arzt Dr. Stefan Seebacher



