09.10.2009

Ausbreitung von Malaria

In Entwicklungsländern bringt der Klimawandel weitere Herausforderungen mit sich. Eine bereits jetzt stark verbreitete und gefährliche tropische Krankheit ist Malaria. Jährlich werden zwischen 300 und 500 Millionen Malariafälle gemeldet, 90 Prozent in Afrika. In den am wenigsten entwickelten Ländern kostet sie bereits heute jährlich mindestens eine Million Menschen das Leben, täglich sterben geschätzte 3.000 Kinder an Malaria.

 

In weiterer Folge ist Malaria auch ein Grund für Armut, die Krankheit bremst das Wirtschaftswachstum allein in Afrika um 1,3 Prozent. „Malaria tötet die Armen, die Jungen und die Verletzlichen. Dadurch bedroht sie die Zukunft vieler Entwicklungsländer“, fasst ein Rotkreuz-Report zusammen.

 

Durch den Temperaturanstieg können künftig krankheitsübertragende Insekten in Gegenden leben, in denen sie sich bisher noch nicht aufgehalten haben. Dadurch wird die Ausbreitung von Infektionskrankheiten begünstigt. Durch die Klimaerwärmung könnte es ohne aktive Präventionsmaßnahmen im Jahr 2100 etwa 50-80 Millionen mehr Malariakranke geben als heute.

 

Rotkreuz-Hilfe

Malariaprävention ist das Herzstück der Rotkreuz-Programme. Allein in Afrika wurden in den vergangenen Jahren über vier Millionen insektenabwehrende Moskitonetze verteilt. Ein Pilotprojekt in Togo soll den Einsatz der Netze nachhaltig sichern. Über drei Jahre besuchen Rotkreuz-Freiwillige aus den Dörfern jeden Haushalts und informieren sich über den korrekten und effizienten Gebrauch der Moskitonetze. Dieses Modell der gemeinschaftlichen Beteiligung und Kontrolle wird dazu beitragen, Verhaltensmuster zu ändern.

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