09.11.2009

Große Auswirkung kleiner Katastrophen

Oft handelt es sich bei klimabezogenen Katastrophen nicht um medial beachtete Großereignisse. Hilfe brauchen alle Opfer. Das Rote Kreuz hat maßgeschneiderte Konzepte entwickelt.

 

 
Die Zahlen sprechen für sich: In den vergangenen zehn Jahren waren durchschnittlich 250 Millionen Menschen pro Jahr von Naturkatastrophen betroffen. Das sind nur die Katastrophen, von denen Statistiker und Experten wissen. Was für ein oder zwei Dörfer irgendwo auf der Welt katastrophale Auswirkungen hat, wird aus der internationalen Vogelperspektive oft übersehen.

 

Oftmals handelt es sich bei klimabezogenen Katastrophen wie Überflutungen, Trockenheiten oder (Wirbel-)Stürmen jedoch nicht um medial beachtete oder große Katastrophen. In manchen Gegenden setzt der Monsun früher ein als bislang; in anderen regnet es, obwohl es dort noch nie geregnet hat. Anderswo dagegen bleibt der erwartete Regen aus. Kleine und mittlere Katastrophen nehmen zu. Die kleinen schneller als die größeren.

 

Maßgeschneiderte Rotkreuz-Hilfe

 

Hilfe brauchen alle Katastrophenopfer. Um auf kleinere Katastrophen schnell und regional reagieren zu können, hat die Rotkreuz-Bewegung so genannte „WatSan-Kits“ entwickelt. Dahinter verbergen sich kleine, flexible Hilfsausrüstungen, die auf die Bewältigung von Wasseraspekten nach Katastrophen ausgerichtet sind.

 

„Wenn 2.000 Menschen von einem Hochwasser betroffen sind, macht es wenig Sinn, eine tonnenschwere Aufbereitungsanlage von Trinkwasser für 50.000 Menschen um die halbe Welt zu fliegen,“ erläutert ÖRK-Wasserexperte Wolfgang Stöckl. Der Oberösterreicher war federführend bei der Entwicklung der WatSan-Kits.

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