09.11.2009 Von: Gabriela Hartig

Katastrophenauslöser Armut

Die größten Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Ärmsten der Armen in den Entwicklungsländern.

Taifun-Opfer auf den Philippinen. Foto: Reuters/Romeo Ranoco

 

Während sich Industrieländer gut an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen können, besitzt die Bevölkerung in Entwicklungsländern wenig bis gar keine Kapazitäten, um sich auf Katastrophen vorzubereiten.

 

Extreme Wetterphänomene verursachen in wohlhabenden Staaten vor allem materielle Schäden, aber wenige Tote und Verletzte. In Entwicklungsländern ist es genau umgekehrt: Schäden an Besitz und Infrastruktur werden mit relativ geringen Summen beziffert, während viele Menschen durch Wirbelstürme oder Fluten ums Leben kommen.

 

Zum Vergleich: Zwischen 1991 und dem Jahr 2000 sind in den reichsten Ländern der Welt durchschnittlich 23 Menschen pro Naturkatastrophe ums Leben gekommen, in den ärmsten Staaten waren es dagegen 1.052.

 

Darüber hinaus fehlt es in Entwicklungsländern an finanziellen Mitteln, um sich durch entsprechende Maßnahmen auf den Eintritt einer Katastrophe vorzubereiten.

 

Weitere Einflüsse wie Bevölkerungswachstum und demographischer Wandel, Ressourcenrückgang, Wirtschaftsmigration und Armut erschweren die Anpassungsfähigkeit der Bevölkerung in Entwicklungsländern zusätzlich.

 

Der Rotkreuz-Ansatz: Disaster Risk Reduction

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