09.11.2009 Von: Gabriela Hartig

Klimawandel und Katastrophenvorsorge

Extreme Wetterereignisse kann man nicht verhindern, dass sie in Katastrophen enden hingegen schon. Rund um die Welt liefert die Rotkreuz-Arbeit Beispiele dafür.

Präsident Mohamed Nasheed unterschreibt eine Unterwasser-Deklaration. Foto: REUTERS/HO

Die Regierung der Malediven tagt unter Wasser. Mit Sauerstoffflasche und Taucherbrille machen die Parlamentarier auf die drohende Überflutung des Inselstaates als Folge der Erderwärmung aufmerksam.

 

Auch im sonnigen Kalifornien bereitet der Klimawandel Sorgen: Die dortige „Agentur für natürliche Ressourcen“ warnt, dass höhere Temperaturen, abnehmender Regen und der steigende Meeresspiegel dem Land arg zusetzen. Die Schäden durch Dürre, Waldbrände und Erosion würden ohne Gegenmaßnahmen künftig dutzende Milliarden Dollar pro Jahr betragen.

 

Schlechte Aussichten für 375 Millionen

 

Die Frequenz und Intensität von Überschwemmungen, Stürmen und Dürren wächst. Geschätzte 243 Millionen Menschen leiden jährlich unter den Folgen klimabedingter Naturkatastrophen.

 

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass sich dieser Trend noch verstärken wird. Für das Jahr 2015 wird schon mit 375 Millionen Betroffenen gerechnet.

 

Der Klimawandel ist keine reine Angelegenheit der Zukunft. Bereits heute zeigen sich seine Auswirkungen weltweit. Extreme und ungewöhnliche Wetterphänomene nehmen zu. Im Jahr 2007 gab es in Afrika beispielsweise die verheerendsten Überflutungen seit drei Jahrzehnten.

 

In Afrika könnten bis zum Jahr 2020 zwischen 75 und 250 Millionen Menschen zusätzlich mit Wasserknappheit zu kämpfen haben. In einigen afrikanischen Ländern werden bis 2020 Ernteerträge durch Dürren oder zu starke Regenfälle um bis zu 50 Prozent sinken. Das führt zu extremer Nahrungsmittelknappheit sowie Mangel- und Unterernährung.

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