30.11.2009

Teil 5: Apotheke Rotes Kreuz

In vielen Ländern fehlt es an medizinischer Versorgung. Das Medikamentendepot des Roten Kreuzes hilft.

Das Österreichische Rote Kreuz sammelt gespendete Medikamente, um sie an bedürftige Menschen und Hilfsprojekte in Krisenregionen weiterzugeben.

 

Ein Interview mit Gudrun Putz, die im Jänner 2009 die Leitung des Medikamentendepots übernommen.

 

Frau Putz, letztes Jahr hat das Medikamentendepot 189.575 Packungen Medikamente im Gesamtwert von über 2 Millionen Euro ver¬

sendet. Woher stammen diese?


Im Jahr 2008 hat Präsident Fredy Mayer eine Aktion mit dem Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs initiiert. So haben wir von vielen Pharmafirmen Medikamente bekommen. Auch vom Arzneimittelgroßhandel, von Apotheken, von Ärzten und von Privatpersonen werden uns Medikamente zur Verfügung gestellt.

 

Warum werden Medikamente gespendet?


Medikamente stellen ein wertvolles Gut dar. Viele Menschen sehen darin eine Möglichkeit, anderen, für die dieses Gut nicht so selbstverständlich ist, zu helfen. Darum bekommen wir immer wieder Hilfsangebote über Medikamente und Verbandstoffe – von großen Firmen, aber auch von Privatpersonen, zum Beispiel nach dem Tod eines nahen Angehörigen.

 

Was passiert vom Eintreffen der Medikamente bis zum Versenden der Hilfslieferungen?


Jede einzelne Packung wird von unseren Mitarbeiter auf Vollständigkeit, Charge und Ablaufdatum überprüft. Sie werden katalogisiert, in unserem Lager verstaut, wieder ausgebucht, verpackt und an unsere Partnerorganisationen weitergegeben.

 

Wer bekommt die Medikamente?


Etwa 95 Prozent davon gehen ins Ausland. Dort unterstützen wir vor allem Ambulanzen, Krankenhäuser und Hospize, die aufgrund von Katastrophen- oder Krisensituationen keine oder nur eine eingeschränkte Möglichkeit haben, ihre Patienten zu versorgen. Das sind zum größten Teil Partnerschaften, die schon seit Jahren bestehen.

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