Das Rote Kreuz in Kopenhagen
243 Millionen Menschen werden jedes Jahr Opfer von klimabedingten Katastrophen. Katastrophenvorsorge muss als Schlüsselelement in das Kopenhagen-Abkommen, fordert das Rote Kreuz.
Hinter den Kulissen ist das Rote Kreuz schon das ganze Jahr 2009 in die Verhandlungen um ein neues Klima-Abkommen involviert. Vertreter des Rotkreuz-Klimazentrums haben an den drei großen Vorbereitungstreffen teilgenommen.
Das Rote Kreuz hat während dieses Prozesses vor allem Fachwissen für die Bereiche Anpassungsstrategien von betroffenen Ländern an die Auswirkungen des Klimawandels, Katastrophenmanagement und Risikoreduzierung beigesteuert.
Bereits im Juni 2008 haben sich die großen international tätige Organisationen wie das Rotkreuz-Netzwerk, die WHO, das World Food Programme, Oxfam, Care oder Worldvision zu einer gemeinsamen Klima-Interessensvertretung, der Inter-Agency Standing Comittee (IASC) zusammengeschlossen.
Forderungen der humanitären Organisationen
Katastrophenvorsorge, Risikoreduzierung und maßgeschneiderte Katastrophenhilfe müssen als Schlüsselelemente der Anpassungsstrategien im finalen Text des Kopenhagen-Abkommens verankert sein.
Die Rotkreuz-Forderungen im Detail.
Soweit hat sich die Plattform Gehör verschafft und konnte bereits im Vorfeld der Konferenz Erfolge verbuchen: Die Notwendigkeit von Anpassungsstrategien und Risikoreduzierung auf lokaler Ebene stehen nun im Verhandlungstext für Kopenhagen. In Fragen der Unterstützung sollen die ärmsten und verletzlichsten Menschen Priorität bekommen.
„Diese Punkte sind nicht umstritten. Wir erwarten, dass sie auch im finalen Abkommen stehen werden,“ sagt Madeleen Helmer vom Rotkreuz-Klimazentrum. „Um die Vorgaben für die Reduktion der Treibhausgase und die finanzielle Unterstützung von Entwicklungsländern hingegen wird wohl bis zur letzten Sekunde verhandelt werden.“
Das Österreichische Rote Kreuz ist Mitglied der Klimaallianz, in der sich heimische Organisationen zusammengeschlossen haben. Das Positionspapier finden Sie hier.

