Medikamente für Menschen in 21 Ländern
Das ÖRK-Medikamentendepot versorgte 2009 medizinische Einrichtungen im In- und Ausland mit gespendeten Produkten im Wert von 2,8 Mio. Euro.
Das Österreichische Rote Kreuz sammelt gespendete Medikamente, um sie an bedürftige Menschen in Österreich und Hilfsprojekte in Krisenregionen rund um die Welt weiterzugeben.
Der kürzlich veröffentlichte Jahresbericht des ÖRK-Medikamentendepots verzeichnet erfreuliche Steigerungen: Der Gesamtwert der Sachspenden, die das Medikamentendepot von Apotheken, Ärzten und der Pharmaindustrie erhält, ist 2009 auf 2,8 Mio. Euro gestiegen. "Damit konnten wir allein in Österreich über tausend bedürftige Klienten mehr als 2008 mit dringend notwendigen Medikamenten versorgen", freut sich Gudrun Putz.
"Mehr als 235.700 Packungen an Medikamenten, Verbandstoffen und Medizinprodukten wurden im Jahr 2009 abgegeben", bilanziert die Leiterin des Medikamentendepots weiter.
In Österreich beliefert das ÖRK-Medikamentendepot die Sozialordination Amber-Med, in der freiwillige Ärzte Klienten ohne Krankenschein betreuen. Amber-Med ist ein Gemeinschaftsprojekt von Rotem Kreuz und Diakonie. Allein in Zusammenarbeit mit Amber-Med konnten wir in 1.355 Fällen helfen", sagt Gudrun Putz.
Auch andere soziale Einrichtungen in Österreich wie Aids Hilfe, und Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern, Caritas , Diakonie, Verein neunerHaus werden vom Medikamentendepot unterstützt.
Die internationalen Hilfslieferungen gingen im Jahr 2009 in 21 krisengeschüttelte Länder. 221.350 Packungseinheiten im Wert von 2,56 Mio. Euro gingen ins Ausland. Auf der Liste der unterstützten Einrichtungen stehen Krankenhäuser in Moldawien, Rumänien, Armenien oder Ungarn. Im Irak wurden hauptsächlich Kinderabteilungen mit Medikamenten aus Österreich versorgt.

