25.02.2013 Von: Sarah Obernosterer

Wenn Menschenrechte ausgehebelt werden

Günter Stummer vom Österreichischen Jugendrotkreuz informiert Schüler wie Lehrer über das Humanitäre Völkerrecht im Krieg.
Günter Stummer vom Österreichischen Jugendrotkreuz ist Experte im Bereich internationaler Hilfe.<br> <span style="font-style:italic">©Obernosterer/ÖRK</span>
Günter Stummer vom Österreichischen Jugendrotkreuz ist Experte im Bereich internationaler Hilfe.
©Obernosterer/ÖRK

Das humanitäre Völkerrecht (kurz HVR) ist jenes Recht, das dann einsetzt, wenn Menschenrechte an ihre Grenzen stoßen. Das geschieht im Krieg, wenn Zivilisten - obwohl sie nicht aktiv am Krieg beteiligt sind - ihrer Rechte beraubt werden. Sie verlieren ihr Heim, ihre persönliche Freiheit und alles was sie haben.

 

Das Schlimmste: Sie müssen um ihr Leben und das ihrer Familie bangen. Hier springt das humanitäre Völkerrecht ein, das ein Mindestmaß an Rechten garantieren soll und die negativen Auswirkungen von bewaffneten Konflikten auf Zivilisten verringert. Auch Soldaten, die im Krieg verletzt werden, stehen unter dem Schutz des Humanitären Völkerrechts.

 

HVR in der Schule

 

Immer häufiger findet das HVR aber auch den Weg in heimische Schulklassen. Glücklicherweise, denn Regeln aus dem HVR können auch in unseren Alltag übersetzt werden: Jugendliche, die beispielsweise Opfer von Gewalt oder Mobbing sind, brauchen den Schutz und die Unterstützung von ihren Freunden oder Mitschülern.

 

Sich für Schwächere einzusetzen - seine Stimme zu erheben, wenn jemandem Unrecht geschieht - all das gehört zur modernen Zivilcourage dazu. Denn nicht nur im Krieg steht der Schutz von Schwachen im Zentrum sondern jeden Tag und überall. Dazu kommt: Umso mehr Menschen über das HVR Bescheid wissen, desto sensibler geht unsere Gesellschaft auch mit Menschen um, die von Krieg und Verfolgung betroffen sind.

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