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In Österreich wird versucht, Armut auf mehreren Ebenen zu bekämpfen. Grundlegende Gegebenheiten und Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen sowie deren Problematiken werden im folgenden Kapitel des Factbooks erläutert.

  • Sozialleistungen (finanzielle Transferleistungen) bilden eine wichtige Säule des Sozialsystems, sind allerdings oft mit Verteilungsungerechtigkeiten verbunden. Finanzielle Armut kann allein durch sie nicht verhindert werden.
  • Im Rahmen der sozialen Infrastruktur Österreichs sind von Armut Betroffene auf soziale Dienste angewiesen – diese sollten möglichst einfach und unbürokratisch erreichbar sein.
  • In Österreich sind Arbeitslose verstärkt von Armut betroffen – eine entsprechende Arbeitsmarktpolitik ist daher eine besonders wichtige Strategie zur Armutsbekämpfung.
  • Die bedarfsorientierte Mindestsicherung stellt eine Maßnahme dar, die aus der Armut führt und das Notwendigste zur Existenzsicherung der Menschen abdeckt. Systeme der Mindestsicherung fehlen jedoch nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa.
  • Ohne Partizipation geht es nicht – armutsbetroffene Menschen müssen in jeder Hinsicht aktiv bei Angelegenheiten mitwirken können, die sie selbst betreffen. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist ein entscheidender Bestandteil der Armutsbekämpfung.
  • Initiativen zur Armutsbekämpfung bringen in Österreich Hilfe schnell und unbürokratisch dorthin, wo sie gebraucht wird – ein Beispiel.

Quellen:

  • www.armutskonferenz.at
  • http://epp.eurostat.ec.europa.eu
  • Kargl, Martina: Sozialhilfe in Österreich 2007 (2009)
  • Kargl, Martina: Erwerbsarbeit und Erwerbslosigkeit (2009)
  • Tálos, Emmerich: Bedarfsorientierte Grundsicherung (2004)
  • Wrentschur, Michael: Kein Kies zum Kurven kratzen (2008)
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