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Weltweit im freiwilligen Einsatz

Die Freiwilligen der Rotkreuz/Rothalbmond-Gesellschaften leisten auf der ganzen Welt, oft in den entlegensten Gebieten, viele Stunden wertvoller Arbeit in den unterschiedlichsten Bereichen. Die vier Haupteinsatzgebiete sind der Gesundheitsbereich, die Katastrophenhilfe, allgemeine Dienste und die Arbeit in sozialen Diensten (siehe Factbox rechts). Ein paar Beispiele:

Unersetzbar im Gesundheitsbereich

In der Demokratischen Republik Kongo haben Freiwillige des Roten Kreuzes mitgeholfen, zusätzlich zwei Millionen Menschen durch Impfungen vor Polio zu schützen – in besonders isolierten, schwer erreichbaren Gebieten. Durch die Regierung bzw. nationale oder internationale Organisationen alleine wäre dies nicht möglich gewesen.

 

In einem kleinen Gesundheitszentrum in Yaounde, der Hauptstadt Kameruns, ist die 30-jährige Hortense eine der lokalen freiwilligen Peer-Educators. Im Rahmen des Projektes „Filles Libres“ des Kameruner Roten Kreuzes berät und hilft sie Frauen, die den Ausstieg aus der Prostitution schaffen wollen. Aus einem Leben, in dem sie nahezu täglich Gewalt und der Gefahr durch HIV ausgesetzt sind. Hortense und die anderen freiwilligen Peers wissen aus eigener Erfahrung, was diese Frauen durchmachen. Dadurch fällt es ihnen leichter, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, denn es wird über niemanden geurteilt – im Mittelpunkt stehen der Schutz und die Gesundheit der Frauen.

 

Freiwillige des Dänischen Roten Kreuzes begleiten todkranke Menschen, für die weder Familie noch Freunde da sind, in den letzten Tagen und Stunden ihres Lebens. Sie tun dies, indem sie Zeit an ihrer Seite verbringen und für sie da sind.

Katastrophenhilfe vor Ort

Als nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 die Cholera im Land ausbrach, waren über 1000 Freiwillige des Haitianischen Roten Kreuzes zur Stelle und gingen von Tür zu Tür, um den Menschen zu erklären, wie die Krankheit übertragen wird und auf welche Weise eine Ansteckung verhindert werden kann. Die geschulten Freiwilligen nutzten dabei ihre Ortskenntnisse und halfen den Menschen in ihrem eigenen Umfeld, sich zu schützen. Dass Hilfe aus aller Welt die Menschen nach einer Katastrophe erreicht, ist notwendig – doch die freiwilligen Helfer der lokalen Rotkreuzorganisation sind die Ersten, die vor Ort im Einsatz sind. Sie sind oft in die Gemeinschaft gut eingebunden und unterstützen internationale Hilfsteams auch als lokale Ansprechpartner. Sie kennen sich in der Umgebung aus, sind mit den Gegebenheiten des Landes vertraut und können im Bedarfsfall dolmetschen.

Für Frieden und Respekt

In Dänemark helfen Freiwillige des Roten Kreuzes Kindern von Migranten und Flüchtlingen beim Lernen der Sprache und ihren Schulaufgaben, wenn deren Eltern selbst nicht die notwendigen Fähigkeiten dazu haben.

 

In Pakistan bieten freiwillige Helfer des Roten Halbmonds den Opfern der Kriegshandlungen psychologische Unterstützung an. Damit versuchen sie, ihnen etwas Normalität zu vermitteln und wieder Hoffnung für die Zukunft zu geben. Anlässlich von Feierlichkeiten verschiedener Glaubensrichtungen werden außerdem Geschenke angefertigt und verteilt, um allen Religionen Respekt zu zollen und gerade jungen Menschen den Rotkreuz/Rothalbmond-Grundsatz der „Unparteilichkeit“ zu verdeutlichen.

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