Rotkreuz-Hilfe aus Österreich

dirk schrader

Der Norden Pakistans wird zur Zeit von den schlimmsten Unwettern seit 80 Jahren heimgesucht. Tausende Tote und Millionen Betroffene zählen die Behörden vor Ort. Viele Regionen konnten bis jetzt aufgrund der Zerstörungen an Strassen und Brücken von den Hilfskräften noch nicht erreicht werden. Wir konnten unseren Delegierten in Pakistan Dirk Schrader heute früh am Mobiltelefon erreichen, hier sein Bericht. Bitte entschuldigen Sie die schlechte Tonqualität.

 

Bericht aus Pakistan | Online-Spende | Bildergalerie

Wie jedes Jahr kommt es in Pakistan während der Monsoonzeit wieder zu Überschwemmungen, aber dieses Jahr fallen in kürzester Zeit riesige Regenmengen vor allem im gebirigen Norden des Landes. Man spricht schon von den groessten Regenmengen seit dem Jahr 1929. Die Folge sind grosse Landstriche sind überflutet, vor allem Gebiete im Nordwesten und Nordosten. Strassen sind durch Bergutschungen verschütted, Brücken sind eingestürzt oder unpassierbar, die Stromversorgung ist unterbrochen und Trinkwassersysteme sind ausgefallen. Sonst beschauliche Bäche und Flüsse werden zu reissenden Strömen, wenn nach einiger Zeit die Wasserstände wieder zurückgehen zeigt sich das ganze Bild der Zerstörung. Vorallem dicht an den Flüssen gebaute Häuser und Gebäude sind zerstört, viele Grossfamilen haben alles verlohren. Die Zahl der Toten und der obdachlosen Familen steigt stündlich, jetzt sind schon tausende Todesopfer zu beklagen, die Zahl der Obdachlosen geht in die hunderttausende. Hier im pakistanischen Teil Kashmirs, wie auch in allem anderen betroffenen Gebieten hilft der Pakistanische Halbmond, die Schwesterorganisation des Roten Kreuzes sofort. Schon wenige Stunden nach der Katastrophe verteilen die Freiwilligen der Roten Halbmondes Zelte und Lebensmittel. Doch die Zahl der hilfsbedürftigen Familien steigt und so wird Hilfe von aussen dringend benötigt und die Monsoonzeit ist noch nicht zu Ende. Täglich kann es neue Starkregen geben und die Flüsse drohen wieder anzusteigen. Dies ist nicht das erste mal, das die Menschen hier von heftigen Naturkathastrophen heimgesucht werden. Das letzte mal war das vor 5 Jahren der Fall, das grosse Erdbeben vom Jahr 2005 hat hunderttausende Opfer gefordert. Es wird wieder Jahre dauern bis die sichtbaren Schäden der Überflutungen beseitigt sind, in den Köpfen der Menschen werden diese Ereignisse aber bleiben.
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