Am 12. Mai 2008 wurde der Südwesten Chinas von einem schweren Erdbeben erschüttert – Stärke 8 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag nur 75 Kilometer von der 10 Millionen-Metropole Chengdu entfernt. Entsprechend hoch waren die Opferzahlen: mehr als 100.000 Menschen kamen ums Leben und rund 15 Millionen waren obdachlos. Kurz nach dem Beben 2008 entsandte das Österreichische Rote Kreuz vier Trinkwasserexperten nach Sichuan. An Bord der Frachtmaschine befand sich eine Trinkwasser-Aufbereitungsanlage, mit der täglich 225.000 Liter Wasser gereinigt werden können. Mit dieser Anlage können 15.000 Menschen versorgt werden, was – dank der engen Zusammenarbeit mit dem Chinesischen Roten Kreuz – sehr gut funktioniert hat. Zu den Aufgaben des österreichischen Teams gehörte es, die chinesischen Rotkreuz-Mitarbeiter im Umgang mit der Trinkwasseranlage zu schulen. Denn das Material, wie Pumpen, Schläuche und Tanks blieb nach der Beendigung des Katastropheneinsatzes vor Ort. Dadurch ergibt sich – sollte es wieder zu einem Erdbeben kommen – ein erheblicher Zeitvorteil. Die Mitarbeiter des chinesischen Roten Kreuzes sind jetzt mit der Anlage gut vertraut und können jederzeit auf aktuelle Katastrophenereignisse reagieren. Dass das in der Praxis funktioniert zeigt ein Erdbeben vom 14. April 2010 in der Provinz Qinghai. Derzeit produziert die österreichische Trinkwasseranlage dort wieder sauberes Wasser.
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Text des Podcasts

 

Erdbeben in China

 

Am 12. Mai 2008 wurde der Südwesten Chinas von einem schweren Erdbeben erschüttert – Stärke 8 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag nur 75 Kilometer von der 10 Millionen-Metropole Chengdu entfernt. Entsprechend hoch waren die Opferzahlen: mehr als 100.000 Menschen kamen ums Leben und rund 15 Millionen waren obdachlos.

 

Kurz nach dem Beben 2008 entsandte das Österreichische Rote Kreuz vier Trinkwasserexperten nach Sichuan. An Bord der Frachtmaschine befand sich eine Trinkwasser-Aufbereitungsanlage, mit der täglich 225.000 Liter Wasser gereinigt werden können.

 

Mit dieser Anlage können 15.000 Menschen versorgt werden, was – dank der engen Zusammenarbeit mit dem Chinesischen Roten Kreuz – sehr gut funktioniert hat.

 

Zu den Aufgaben des österreichischen Teams gehörte es, die chinesischen Rotkreuz-Mitarbeiter im Umgang mit der Trinkwasseranlage zu schulen. Denn das Material, wie Pumpen, Schläuche und Tanks blieb nach der Beendigung des Katastropheneinsatzes vor Ort.

 

Dadurch ergibt sich – sollte es wieder zu einem Erdbeben kommen – ein erheblicher Zeitvorteil. Die Mitarbeiter des chinesischen Roten Kreuzes sind jetzt mit der Anlage gut vertraut und können jederzeit auf aktuelle Katastrophenereignisse reagieren.

 

Dass das in der Praxis funktioniert zeigt ein Erdbeben vom 14. April 2010 in der Provinz Qinghai. Derzeit produziert die österreichische Trinkwasseranlage dort wieder sauberes Wasser.

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