Das Österreichische Rote Kreuz richtet anlässlich der Regierungsbildung eine To-Do-Liste an die neue Regierung. Das Rote Kreuz fordert, dass die Politik die Rahmenbedingungen schafft, damit sich die Zivilgesellschaft entfalten kann. Hören Sie den 4. Teil der 6-teiligen Serie über die Forderungen aus dem Bereich des Blutspendewesens.
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Das Österreichische Rote Kreuz richtet anlässlich der Regierungsbildung eine To-Do-Liste an die neue Regierung. Das Rote Kreuz fordert, dass die Politik die Rahmenbedingungen schafft, damit sich die Zivilgesellschaft entfalten kann. Hören Sie den 4. Teil der 6-teiligen Serie über die Forderungen aus dem Bereich des Blutspendewesens.


Österreich hat ein bestens funktionierendes Blutspendewesen auf freiwilliger unentgeltlicher Basis, betrieben von Blutspendeeinrichtungen ohne Gewinnabsichten. Für eine Vollversorgung 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr mit sicheren Blutprodukten ist gesorgt.


Das österreichische Blutspendewesen folgt dabei einer Drei-Säulen-Strategie:  Freiwillige und unbezahlte Blutspenden werden auf der Basis nationaler Selbstversorgung von nicht auf Gewinn ausgerichteten Einrichtungen aufgebracht.
Die nationale Selbstversorgung mit labilen Blutprodukten funktioniert hervorragend, da die Aufbringung auf dem Regionalprinzip beruht. In der Ostregion wird die zu geringe Aufbringungsrate innerhalb Wiens durch ausreichende Aufbringung in Niederösterreich und Burgenland abgesichert, andererseits kommen Patienten aus diesen Bundesländern in den Genuss von Spitzenmedizin in Wiener Spitälern. In allen anderen Bundesländern besteht ebenfalls eine lokale Selbstversorgung durch regionale Blutspendeeinrichtungen.


Das Rote Kreuz fordert eine gesetzliche Verankerung, zumindest aber eine Unterstützungserklärung durch die politischen Verantwortlichen über das Sammeln von Blutspenden ausschließlich durch Organisationen, die nicht auf Gewinn ausgerichtet sind. Nicht gewinnorientierte Blutspendedienste garantieren eine optimale Versorgungssicherheit für die österreichische Bevölkerung.


Eine gewinnorientierte „Bluthandelsfirma“ könnte sich bei unattraktiven Marktbedingungen binnen kürzester Zeit aus dem österreichischen Markt zurückziehen. Die dadurch entstehende Versorgungslücke könnte dann nicht „auf Knopfdruck“ mit unbezahlten Blutspendern aufgefüllt werden. Freiwillige, unbezahlte Blutspenden können in ausreichender Menge nur von nicht gewinnorientierten Organisationen aufgebracht werden.

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