Ost-Timor ist seit 2002 ein eigenständiger Staat mit rund 1,1 Millionen Einwohnern. Zuvor gab es einen bewaffneten Konflikt mit über 180.000 Toten. Die Mehrheit der rund eine Million Bewohnern Ost-Timors lebt in ländlichen Gebieten vorwiegend von selbstangebauten Nahrungsmitteln. Die meisten Güter müssen importiert werden, weshalb sie zu teuer für die Einwohner sind. 41 Prozent der Menschen leben unter der Armutsgrenze von einem US-Dollar am Tag. Weniger als 50 Prozent der Haushalte haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, noch weniger haben Zugang zu einer adäquaten sanitären und medizinischen Versorgung.
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Ost-Timor ist seit 2002 ein eigenständiger Staat mit rund 1,1 Millionen Einwohnern. Zuvor gab es einen bewaffneten Konflikt mit über 180.000 Toten.

Die Mehrheit der rund eine Million Bewohnern Ost-Timors lebt in ländlichen Gebieten vorwiegend von selbstangebauten Nahrungsmitteln. Die meisten Güter müssen importiert werden, weshalb sie zu teuer für die Einwohner sind. 41 Prozent der Menschen leben unter der Armutsgrenze von einem US-Dollar am Tag. Weniger als 50 Prozent der Haushalte haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, noch weniger haben Zugang zu einer adäquaten sanitären und medizinischen Versorgung. Elmar Göbl, einer von drei Österreichischen Rotkreuz-Delegierten in Ost-Timor:

OT 1

 Viele Menschen, insbesondere Kinder, sterben jedes Jahr an Durchfallerkrankungen. Das Osttimoresische Rote Kreuz arbeitet an der Verbesserung der Lebenssituation der ärmsten Menschen des Landes und wird dabei vom Österreichischen Roten Kreuz unterstützt.
Durch den Bau von Wassersystemen werden bis 2011 rund 40 Dörfer mit ca. 19.000 Personen in den Distrikten Bobonaro, Ermera und Liquica mit sauberem Trinkwasser versorgt.

OT 2

Parallel dazu finden Hygienetrainings statt. Zudem werden ungefähr 3.350 Familienlatrinen gebaut. In den Dörfern werden Verantwortliche ausgebildet, um ein Grundwissen über Hygiene, Gesundheit und Wartung der Anlagen an ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger weiterzugeben.

Die Bauarbeiten gestalten sich den Umständen entsprechend schwierig. Göbl:

OT 3

Um vor allem die vernachlässigten ländlichen Regionen besser erreichen zu können, hilft das Österreichische Rote Kreuz beim Aufbau von dezentralen Strukturen  der Rot-Kreuz-Organisation von Ost-Timor, bei der Renovierung von zerstörter Infrastruktur sowie der Koordination der Freiwilligenarbeit in den Distrikten und Dörfern.

Die nächsten Schritte des Projekts sind bereits geplant.

OT 4

Am 11. Februar 2008 kam es im Wohnhaus von Präsident Ramos-Horta zu einem Schusswechsel zwischen Rebellen und einigen Sicherheitskräften. Ramos-Horta und einer seiner Leibwächter wurden dabei schwer verletzt. Kurz darauf brach die Rebellenbewegung endgültig zusammen. Ihre Mitglieder sind entweder in Haft oder werden durch die Regierung wieder in die Gesellschaft integriert. Damals galt auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Österreichischen Roten Kreuzes eine Ausgangssperre. Elmar Göbl

OT 5

Das Budget für das Projekt setzt sich aus Mitteln der EU (Euope Aid) der österreichischen staatlichen Entwicklunsagentur ADA und aus namhaften Beträgen der Firmen Pipelife und Vöslauer zusammen.
Die Rotkreuz-Eigenmittel steuern das Österreichische Jungendrotkreuz, der Landesverband Wien und das ÖRK-Generalsekretariat bei.

 

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