Hilfe in Ostafrika
Update der Hilfsaktivitäten in Ostafrika
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Ein Podcast des Roten Kreuzes
Rotkreuz-Helfer berichten aus Ostafrika
Die Situation am Horn von Afrika ist weiterhin dramatisch, obwohl erste wichtige Hilfsgüter in der Region und bei den Betroffenen eintreffen.
Die sehr schwachen Regenfälle in der betroffenen Region haben in weiten Teilen zu Ernteausfällen, extremer Knappheit an Weideland und natürlichen Wasserressourcen geführt. Die Folge ist - neben der hohen Sterblichkeitsrate der Nutztiere - ein enormes Ansteigen der Preise für Grundnahrungsmittel. Interne Spannungen im Kampf um diese Ressourcen steigen. Hundertausende Somalier sind auf der Flucht, entweder innerhalb des Landes oder in die Auffanglager in Kenia und Äthiopien. Dies bedeutet eine zusätzliche Belastung für die ohnehin durch Konflikt und Dürre geschwächte ansässige Bevölkerung.
Martha Wirtenberger ist als Delegierte des Österreichischen Roten Kreuzes derzeit in Kenia im Einsatz.
OT Wirtenberger 0:03 – 0:30
langfristige Hilfe mitdenken
Trotz all der internationalen Hilfe ist es wichtig den Fokus auf die mittel-bis langfristigen Projekte zu legen. Die derzeit größte Angst der Menschen ist, dass es auch zur Regenzeit im Oktober keinen Regen geben könnte.
Ein Beispiel für die „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist das Projekt „Wiederaufbau des Tana-Flusses nach der Dürre“ des Kenianischen Roten Kreuzes. Hier wurde mit Unterstützung des Kenianischen Roten Kreuzes, der Regierung von Japan und dem kenianischen Landwirtschaftsministerium auf 3000 Hektar Farmland geschaffen, das von den betroffenen Menschen selbst bewirtschaftet wird. Sie wurden in Hygiene und modernen Landwirtschaftstechniken geschult, ein funktionierende Bewässerungssystem wurde geschaffen. Derzeit leben rund 2000 Menschen von dem Projekt.
Es ist wichtig, in die langfristige Lebensgrundlage der Menschen zu investieren und sicher zu stellen, dass sie Lebensmittel anbauen können, mit Wasser versorgt sind und Zugang zur Gesundheitsversorgung haben.
Das Ausmaß der geleisteten humanitären Hilfe am Horn von Afrika bleibt aufgrund des schwierigen Zugangs und der mangelnden finanziellen Unterstützung nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Vereinten Nationen schätzen, dass nur 20% der 2,8 Mio Personen, die dringend lebensrettende Sofortmaßnamen benötigen, von den humanitären Organisationen erreicht werden. Es wird daher mit einer Ausdehnung der Hungersnot auf alle Regionen Südsomalias gerechnet, welche bis Dezember 2011 andauern könnte.
Spendenaufruf
Das Rote Kreuz bittet um Spenden für die betroffenen Menschen in Ostafrika. Spendenmöglichkeit besteht unter spende.roteskreuz.at oder per SMS an: 0664- 660 00 20.
Spendenaufruf!
Das Österreichische Rote Kreuz bittet um Spenden für die Menschen in Ostafrika.
PSK: 2.345.000, BLZ 60.000
Kennwort: Dürre in Afrika
online: https://spende.roteskreuz.at
