Auch im Krieg gibt es Regeln und Grenzen: das humanitäre Völkerrecht schützt Menschen in Konflikten vor Unmenschlichkeit. Das Rote Kreuz wacht über die Einhaltung des humanitären Völkerrechts und ist in bewaffneten Auseinandersetzungen selbst nur durch sein Zeichen geschützt. Es klingt ganz einfach: Die Auswirkungen von bewaffneten Konflikten verringern. Das ist das Ziel des humanitären Völkerrechts. Dabei gliedert sich das Regelwerk in mehrere Unterpunkte. Einer davon ist der Schutz von Zivilpersonen. Die Konfliktparteien müssen jederzeit zwischen Zivilbevölkerung und Kombattanten unterscheiden. Angriffe dürfen nur gegen militärische Ziele gerichtet sein. Personen, die nicht oder nicht mehr an den Feindseligkeiten teilnehmen, haben Anspruch auf Achtung ihres Lebens und ihrer physischen und psychischen Unversehrtheit. Sie sind unter allen Umständen zu schützen und mit Menschlichkeit zu behandeln. Verwundete und Kranke sind zu bergen und zu pflegen – unabhängig davon welcher Konfliktpartei sie angehören. Sanitätspersonal und -einrichtungen sind zu schonen. Gefangen genommene Kombattanten und Zivilisten, die sich in der Gewalt einer gegnerischen Partei befinden, haben Anspruch auf Achtung ihres Lebens, ihrer Würde, ihrer persönlichen Rechte und ihrer politischen, religiösen und anderweitigen Überzeugungen. Diese Personen sind vor jeglichen Gewalthandlungen oder Repressalien zu schützen. Sie haben Anspruch auf Nachrichtenaustausch mit ihren Familien und auf Hilfeleistungen. Jedes Individuum hat Anspruch auf grundlegende Rechtsgarantien. Das humanitäre Völkerrecht gilt nur für bewaffnete Konflikte. Es tritt mit dem Ausbrechen eines Konflikts in Kraft und gilt gleichermaßen für alle Beteiligten, unabhängig davon, wer mit den Kampfhandlungen begann. Die 1. Genfer Konvention von 1864 legte das Fundament für das heutige humanitäre Völkerrecht. Darin ist das Rote Kreuz als Schutzzeichen für Hilfspersonal und medizinische Einrichtung verankert. Die Signatarstaaten verpflichten sich das Zeichen zu respektieren. Inzwischen haben alle Länder der Welt die Konventionen unterzeichnet und es gibt drei anerkannte Schutzzeichen: den Roten Kristall, den roten Halbmond und das Rote Kreuz.
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Text des Podcasts

 

Humanitäres Völkerrecht

 

Auch im Krieg gibt es Regeln und Grenzen: das humanitäre Völkerrecht schützt Menschen in Konflikten vor Unmenschlichkeit. Das Rote Kreuz wacht über die Einhaltung des humanitären Völkerrechts und ist in bewaffneten Auseinandersetzungen selbst nur durch sein Zeichen geschützt.

Es klingt ganz einfach: Die Auswirkungen von bewaffneten Konflikten verringern. Das ist das Ziel des humanitären Völkerrechts. Dabei gliedert sich das Regelwerk in mehrere Unterpunkte. Einer davon ist der Schutz von Zivilpersonen.

 

Die Konfliktparteien müssen jederzeit zwischen Zivilbevölkerung und Kombattanten unterscheiden. Angriffe dürfen nur gegen militärische Ziele gerichtet sein. Personen, die nicht oder nicht mehr an den Feindseligkeiten teilnehmen, haben Anspruch auf Achtung ihres Lebens und ihrer physischen und psychischen Unversehrtheit. Sie sind unter allen Umständen zu schützen und mit Menschlichkeit zu behandeln. Verwundete und Kranke sind zu bergen und zu pflegen – unabhängig davon welcher Konfliktpartei sie angehören. Sanitätspersonal und -einrichtungen sind zu schonen.

 

Gefangen genommene Kombattanten und Zivilisten, die sich in der Gewalt einer gegnerischen Partei befinden, haben Anspruch auf Achtung ihres Lebens, ihrer Würde, ihrer persönlichen Rechte und ihrer politischen, religiösen und anderweitigen Überzeugungen. Diese Personen sind vor jeglichen Gewalthandlungen oder Repressalien zu schützen. Sie haben Anspruch auf Nachrichtenaustausch mit ihren Familien und auf Hilfeleistungen. Jedes Individuum hat Anspruch auf grundlegende Rechtsgarantien.

 

Das humanitäre Völkerrecht gilt nur für bewaffnete Konflikte. Es tritt mit dem Ausbrechen eines Konflikts in Kraft und gilt gleichermaßen für alle Beteiligten, unabhängig davon, wer mit den Kampfhandlungen begann.

 

Die 1. Genfer Konvention von 1864 legte das Fundament für das heutige humanitäre Völkerrecht. Darin ist das Rote Kreuz als Schutzzeichen für Hilfspersonal und medizinische Einrichtung verankert. Die Signatarstaaten verpflichten sich das Zeichen zu respektieren. Inzwischen haben alle Länder der Welt die Konventionen unterzeichnet und es gibt drei anerkannte Schutzzeichen: den Roten Kristall, den roten Halbmond und das Rote Kreuz.

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