Klimawandel Die Häufigkeit und Intensität von Überschwemmungen, Stürmen und Dürren steigt. Geschätzte 243 Millionen Menschen leiden jährlich unter den Folgen klimabedingter Naturkatastrophen. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass sich dieser Trend noch verstärken wird. Für das Jahr 2015 wird schon mit 375 Millionen Betroffenen gerechnet. Der Klimawandel ist keine reine Angelegenheit der Zukunft. Bereits heute zeigen sich seine Auswirkungen weltweit. Extreme und ungewöhnliche Wetterphänomene nehmen zu. Im Jahr 2007 gab es in Afrika beispielsweise die verheerendsten Überflutungen seit drei Jahrzehnten. Anfang Dezember startet die jährlich stattfindende Welt-Klimakonferenz in Kopenhagen. Bereits im Vorfeld wird viel darüber diskutiert, ob es den Vertragsstaaten gelingt, sich auf die Regelung des Klimaschutzes für die Zeit nach 2012 zu einigen. Das Rote Kreuz ist mit einer Delegation in Kopenhagen vertreten und hat eine klare Position. Max Santner, Leiter der Abteilung internationale Hilfe im Österreichischen Roten Kreuz: OT1 Durch den Anstieg des Meeresspiegels werden Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte an den Küsten Südostasiens Risiken durch mehr Überflutungen ausgesetzt sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass Überschwemmungen, Stürme und Dürreperioden tatsächlich schwere Katastrophen auslösen, wird durch folgende Faktoren erhöht: mangelnde Infrastruktur, Defizite in Vorsorge und Information sowie fehlende Mitsprache bei politischen Entscheidungen. Bereits 1999 hat das Rote Kreuz in seinem Weltkatastrophenbericht auf die Gefahren durch den Klimawandel hingewiesen. Zeitungen taten das als marktschreierischen, apokalyptischen Bericht zur Verbesserung des Spendenflusses ab. Heute ist das Rote Kreuz auf verschiedenen Ebenen zum Thema Klimawandel aktiv. Max Santner: OT2 In vielen Entwicklungsländern sind die Folgen des Klimawandels bereits spürbar. Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sieht es als ihre Aufgabe an, sich in den Klimaverhandlungen aktiv für die am meisten von den Konsequenzen des Klimawandels betroffenen Menschen einzusetzen. ¬
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Klimawandel


Die Häufigkeit und Intensität von Überschwemmungen, Stürmen und Dürren steigt. Geschätzte 243 Millionen Menschen leiden jährlich unter den Folgen klimabedingter Naturkatastrophen.
Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass sich dieser Trend noch verstärken wird. Für das Jahr 2015 wird schon mit 375 Millionen Betroffenen gerechnet.


Der Klimawandel ist keine reine Angelegenheit der Zukunft. Bereits heute zeigen sich seine Auswirkungen weltweit. Extreme und ungewöhnliche Wetterphänomene nehmen zu. Im Jahr 2007 gab es in Afrika beispielsweise die verheerendsten Überflutungen seit drei Jahrzehnten.


Anfang Dezember startet die jährlich stattfindende Welt-Klimakonferenz in Kopenhagen. Bereits im Vorfeld wird viel darüber diskutiert, ob es den Vertragsstaaten gelingt, sich auf die Regelung des Klimaschutzes für die Zeit nach 2012 zu einigen.


Das Rote Kreuz ist mit einer Delegation in Kopenhagen vertreten und hat eine klare Position. Max Santner, Leiter der Abteilung internationale Hilfe im Österreichischen Roten Kreuz:


OT1


Durch den Anstieg des Meeresspiegels werden Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte an den Küsten Südostasiens Risiken durch mehr Überflutungen ausgesetzt sein.


Die Wahrscheinlichkeit, dass Überschwemmungen, Stürme und Dürreperioden tatsächlich schwere Katastrophen auslösen, wird durch folgende Faktoren erhöht: mangelnde Infrastruktur, Defizite in Vorsorge und Information sowie fehlende Mitsprache bei politischen Entscheidungen.


Bereits 1999 hat das Rote Kreuz in seinem Weltkatastrophenbericht auf die Gefahren durch den Klimawandel hingewiesen. Zeitungen taten das als marktschreierischen, apokalyptischen Bericht zur Verbesserung des Spendenflusses ab. Heute ist das Rote Kreuz auf verschiedenen Ebenen zum Thema Klimawandel aktiv.

 

Max Santner:
OT2


In vielen Entwicklungsländern sind die Folgen des Klimawandels bereits spürbar.


Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sieht es als ihre Aufgabe an, sich in den Klimaverhandlungen aktiv für die am meisten von den Konsequenzen des Klimawandels betroffenen Menschen einzusetzen.

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